04.02.2020

Jahreshauptversammlung 

 

"Bei der Begrüßung zur Jahreshauptversammlung brachte die 1. Vorsitzende Kartini Klein ihre Freude über einen fast vollbesetzten Saal im Hotel/Restaurant „Villa von Sayn“ zum Ausdruck.

 

Schnell kam sie zur Tagesordnung und die Mitglieder gedachten traditionsgemäß zuerst der Toten. Dann ergriff die Schriftführerin Gisela Richarz das Wort und ließ die vielen Aktivitäten und Erlebnisse des Jahres 2019 Revue passieren, wie Schnittlehrgang, Vorträge, Ausflüge, Grillfest, Wanderungen, Ehrungen usw.

 

Erfreut waren die Anwesenden über die positiven Informationen zum Kassenbericht,vorgetragen von Andrea Profitlich. Die beiden Kassenprüferinnen Beate Pohlmann und Anita Kroheck bescheinigten ihr eine ordentliche Kassenführung.

 

Neu als Beisitzerin wurde Gisela Führ gewählt, da Karl-Willi Menden sein Amt aufgab.

 

Außerdem wählte man kommissarisch und einstimmig Daniel Harperath als neuen Schriftführer, da Gisela Richarz nach fünfzehn Jahren Tätigkeit das Ehrenamt niederlegte.

Dafür erntete sie dankbaren Applaus aller Mitglieder*innen und herzliche Worte spendeten dazu die erste Vorsitzende, aber auch ihr Vorgänger Joachim Golla, der dann den Vorstand entlastete.

 

Für 2020 sind wieder viele interessante Termine im Programm des OGV, wie zum Beispiel der Auftritt im Karnevalszug, Wanderungen mit Juppi Schneider, der Busausflug nach Frankfurt, das Erntedankfest und die vielen Fachvorträge.

 

Nach der Pflicht erfolgte die Kür, denn die Mitglieder Andrea und Jupp Profitlich präsentierten einen excellent vorbereiteten Lichtbildvortrag mit Videoeinlagen. Immerhin hatte der OGV eine 4-tägige Reise zur BuGa nach Heilbronn unternommen und die tollen Aufnahmen ließen die Anwesenden nur staunen, was es hier zu sehen gab. Allen gefiel es gut. Und hier und da war zu hören, dass man leider nicht mit dabei war…"

 

DiMa

 


 

12.01.2020

 

Erste Wanderung im Neuen Jahr

 

Im vergangenen Jahr hatte es bei der ersten Wanderung des Jahres „vom Himmel hoch“ geschüttet. Der Regen begleitete die Wanderer/innen den ganzen Weg, aber man ließ sich nicht davon abhalten und lief bei bester Laune entlang des Rheins eine beachtliche Strecke. Mit Glühweinpause - versteht sich.

 

Die 2020er „Neujahrseröffnungswanderung“ unterstand wohl  einem anderen Wetterpropheten, denn es war nicht nur von den Temperaturen angenehm, nein, auch der Regenschirm konnte getrost zu Hause bleiben.

 

Und so trafen sich gut 30 Mitglieder des Obst-und Gartenbauvereins Rheinbreitbach auf dem Renesse-Platz und auch einige Gäste wollten unbedingt dabei sein.

 

Juppi Schneider, der Wanderführer, hatte dieses mal keine Fahrgemeinschaft angeregt und so ging es gleich zu Fuß ab Treffpunkt die Straße hinauf, Richtung alte Ziegelei und später hoch Richtung Erpeler Ley, zur Stux Höhe. Es ging langsam voran, nicht etwa, dass schwächelnde Füße der Grund war, vielmehr die unterhaltsamen Gespräche, denn einige Mitglieder hatten sich wohl länger nicht gesehen. „Wie war das Weihnachtsfest, wie habt ihr das Neue Jahr begonnen ? Was macht der Enkel und wohin fahrt ihr im Sommer in Ferien“.

 

Am oberen Grad des Weinbergs wurde pausiert. Hier gab es ein paar Bänke und von dort aus hatte man einen tollen Blick über das Land. Bis tief in die Eifel konnte man schauen, aber auch beobachten, dass der Winzer schon den Rebschnitt angefangen hatte und auch schon etliche Triebe als Erziehung gebunden waren.

 

Dass es Winter war, konnte man nicht unbedingt an der Temperatur spüren, aber dass die Tage kürzer sind, schon eher. So marschierte die Wandergruppe gemächlich den Wirtschaftsweg bergab und dann ins Gasthaus. Immerhin musste doch das fast noch Neue Jahr mit lieben Bekannten und Freunden begrüßt werden.

 

TEXT: DiMa

FOTO: Profitlich


Dienstag, 03.12.2019

 

Erst Ikebana, dann Nikolaus

 

Immer Anfang Dezember ist es üblich, dass der Nikolaus auch den Obst- und Gartenbauverein in Rheinbreitbach besucht. Warum sollte es in diesem Jahr anders sein?

 

So trafen sich also gut 80 Mitglieder im Hotel „Villa von Sayn“ und waren auf den Besuch gespannt. Doch vorher, eine Art Vorprogramm, sollte Frau Annelie Wagner ein spannendes Blumenthema demonstrieren: Ikebana.

 

Dafür hatte sie einige flache Schalen mit Steckkissen und vor allen Dingen viele frische Blumen und auch knorrige Äste mitgebracht.

 

Frau Wagner erzählte ein wenig über die Geschichte der in Japan entstandenen Blumensteckkunst, während ihr erstes Arrangement langsam vor den staunenden Augen des Publikums entstand. Schon im sechsten Jahrhundert brachte man den Gottheiten Opfer in Form von Blumenarrangements. Später übernahmen Samurai und Priester die Tradition, genauso wie Teezeremonie und Kalligrafie. Anfänglich war dies wohl nur den Männern vorbehalten.

 

Ein Ikebana-Arrangement soll die Natur in den Lebensraum des Menschen bringen, aber auch den Bezug zum Kosmos schaffen. Mit der Zeit entstanden zu dieser traditionellen Blumensteckkunst entsprechende Schulen, die ein bestimmtes Arrangieren vorschreibt. Frau Wagner fühlt sich bei der „Ohara“-Schule am wohlsten, denn dort legt man großen Wert auf Tradition, sowie technisch, handwerkliche Fertigkeiten und Kreativität.

 

Die Gestaltungsformen sind festgelegt und jede Richtung erkennt der Fachmann auf den ersten Blick. Rikka, Chabana, Shoka, Shoka shimputai - um nur einige zu nennen. Beim Moribana-Stil arbeitet man mit Blumenschalen und sie ist bis heute die beliebteste Form des Ikebana.

 

Das erste Gesteck stellte sie nun unter lautem Applaus beiseite, eine andere Schale stand schon bereit. Rosen wurden jetzt auf eine passende Länge geschnitten, auf den sogenannten „Kenzan“ (Blumensteckigel) gesteckt und mit Kieferstengel begleitet. Jeder Schritt und jeder Schnitt wurde bedächtig erklärt, sodass die Zuschauer schon etwas Laune kriegten, es zu Hause einmal selbst zu probieren.

 

„Das Prinzip für das Ikebana heißt Einfachheit, Harmonie und Rhythmus. Jede Blume, jedes Ästchen hat einen eigenen Charakter. Die richtige Kombination kriegt dann einen richtigen Sinn.“ erklärte Frau Wagner. „Auch die verschiedenen Farben haben eine bestimmte Bedeutung und Symbolik und können Gefühle, Launen, Gestalten und Erlebnisse ausdrücken“ führte sie weiter aus und vollendete die nächste Kreation vor dem begeisterten Publikum. Ein richtiges Kunstwerk. Außerdem verbergen sich viele Symbole in den Pflanzen. Man spricht davon, dass zum Beispiel die Kombination aus der Kiefer und Rosen, blühende Jugend und Langlebigkeit ausdrückt.

 

Frau Wagner steckte noch weitere Arrangements und bevor sie sich verabschiedete, zeigte sie noch anhand verschiedener Lichtbilder einige Bespiele aus ihrer Schule und Fachveranstaltungen.

 

Als Kontrast zu Japan erschien nun der Nikolaus. Im stattlichen Ornat eines Bischofs war er ja vielen OGV-Mitgliedern bekannt. Und trotz weißem Rauschebart erkannte man den zweiten Vorsitzenden des Vereins, Norbert Buchbender. So hatte er denn auch ein Buch dabei. Das Goldene Buch mit all seinen Einträgen über die Aktivitäten und Begebenheiten des Vereins. Nun ließ er in Reimform das Jahr Revue passieren und mit seinen „Schäfchen“ war er wohl auch zufrieden. Alle bekamen den Weckmann, der dann genüsslich in geselliger Runde verzehrt wurde.

 

DiMa



 Dienstag, 05.11.2019

 

 

Vortrag von Gisela Oswald

"Impressionen aus Island"

 

Wenn man an Island denkt, fallen einem gleich die Naturphänomene wie Geysire und Vulkane ein. Auch Geschichten rund um Gnome und Geister und natürlich die Wikinger. Die haben, so sagt man, im Mittelalter die kalte Insel „Eisland“ entdeckt, aber die „wahre“ Geschichte geht schon viel, viel früher los.

 

Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach hatte im Hotel „Villa von Sayn“ sein Mitglied Gisela Oswald zu Gast und die wollte über eines ihrer Lieblings-Urlaubsländer berichten. Island hat es ihr schon seit Jahren angetan und so lauschten nun gut 50 Mitglieder des Vereins den Worten und konnten sich anhand etlicher, hervorragend fotografierter Bilder auf einen faszinierenden Vortrag von dieser ungewöhnlichen Insel freuen.

 

Der Bericht war in kleine Abschnitte unterteilt und begann mit der geologischen Beschaffenheit der Insel. Vom Mittelatlantischen Rücken war die Rede, die Kontinentalplatten driften langsam und stetig auseinander und es folgten die Berichte und Bilder über die vielen Gletscher und teilweise noch aktiven Vulkane. Manche im Saal erinnerten sich noch an 2010, denn da brachte der Vulkan Eyjafjallajökull mit der Aschewolke große Probleme - insbesondere für den Flugverkehr.

 

Ganz besonders ist die Landschaft durch den gigantischen Wasserreichtum gekennzeichnet. Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und Wasserfälle, die auch für die Energiegewinnung genutzt werden.

 

Der warme Golfstrom trifft zwar auf die Insel, aber es herrschen doch eher kühlere Temperaturen mit relativ großen Niederschlagsmengen.

Ganz aufmerksam wurde nun das Publikum, als Frau Oswald auf Fauna und Flora zu berichten begann. Klassisch vor Augen hatte man gleich das Islandpferd und die Papageientaucher mit ihren bunten Schnäbeln. Sie sind natürlich ein begehrtes Fotomotiv und man könnte glauben, dass sie das auch wissen.

 

Island ist berühmt für seine Vogelwelt. Es tummelten sich viele Vögel auf den gezeigten Lichtbildern, die Namen hatte man noch nie gehört.

Naturgemäß ist Island ein karges Land. Die Pflanzenarten beschränken sich bei dem rauen Klima auf niedrig wachsende Arten. Die Autorin zählte einige Steinbrecharten, Leimkräuter und Doldengewächse auf und speziell im Juni wachsen auch große Mengen von violett blühenden Lupinen, die  beim Kampf gegen die Erosion gezielt angebaut wurden.

 

Vergeblich suchte man auf den mitgebrachten Bildern nach Bäumen oder gar nach Wäldern. Denn durch Rodungen für Weideland, so war zu hören,  verschwanden sie im Laufe der Jahrhunderte. Vereinzelt tauchten mal Birken auf. Das war´s auch schon.

 

Dafür kriegte man tolle Flechten und Moose zu Gesicht. In allen Farben und Facetten, die man sich nur vorstellen konnte. Insbesondere an warmen Quellen und Bächen ging es üppig zu. Das bekannte isländische Moos fiel gleich ins Auge.

 

Frau Oswald hatte den Vortrag spannend zusammengestellt. Und obwohl die Insel mit dieser ungewöhnlichen, teilweise rauen und unwirschen Landschaft nicht Jedermanns Sache zu sein scheint, konnte sie zumindest ein Interesse wecken. Wer weiß, ob nicht die Reise in den Süden einmal eine Reise in den Norden wird. Denn Sonne hatten wir ja in den letzten Jahren schon üppig.

 

DiMa

 


Samstag, 12.10.2019

 

Der 

goldene 

Herbstschnitt

2019


Erntedankfest

des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V.

05.10.2019

 

„Samstag, 05.10.2019, 19:00. Die Hans-Dahmen-Halle in Rheinbreitbach ist geschmückt. Alle Plätze sind besetzt. Das Oktoberfest des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V. kann beginnen. Der bekannte Alleinunterhalter Peter-Josef Euskirchen, der seit Jahren dieses Fest musikalisch begleitet, hat sein Akkordeon gestimmt und los´s geht’s mit dem ersten Lied „Bunt sind schon die Wälder“

Sodann begrüßt die 1. Vorsitzende Kartini Klein die über 100 Gäste und lässt das Gartenjahr 2019 noch einmal Revue passieren, welches geprägt war von wenig Regen, großer Trockenheit und Hitze von über 40 Grad. Die Folgen waren Einbußen z.B.  bei den Erdfrüchten aber auch reichliche Ernte wie bei Pfirsichen, Kirschen, Tomaten oder Gurken.

Die 1. Vorsitzende wies auch darauf hin, dass 2019 wieder einmal ein sogenanntes Mastjahr war, in dem Waldbäume wie Eichen. Buchen, Kastanien Früchte im Überfluss produzieren. Dem Bauernkalender zufolge könne, wenn´s denn zuträfe, der kommende Winter sehr streng werden.

Das erste Highlight des Abends war ein Auftritt der seit Jahrzehnten bekannten und aktiven Rheinbreitbacher Musikgruppe „Vier Asse und ein Joker“ die den Saal zum Schunkeln brachte.

Zur Erntekönigin 2019 wurde Heike Ritznar gekürt, die dann zusammen mit dem 2. Vorsitzenden des Vereins, Norbert Buchbender, beim Ehrenwalzer eine flotte Sohle aufs Parkett legte.

Es folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder des Vereins. In diesem Jahr waren es 24 Personen, die 20 und mehr Jahre dem Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach e.V. angehören. Eduard Richarz erhielt als letzter die Ehrenurkunde für sage und schreibe 65 Jahre Mitgliedschaft.  

Der „Goldene Spaten“, ein Wanderpokal, der in Anerkennung besonderer Verdienste um den Obst- und Gartenbauverein, jährlich verliehen wird, stand anschließend auf dem Programm. Kartini Klein beschrieb vorher detailreich den Garten des Betreffenden und schnell war klar das Karin Miesen in diesem Jahr den goldenen Spaten mit nach Hause nehmen kann.  

Bevor als krönender Abschluss des Festes die Tombola begann, bei der zahlreiche Gewinne wie Blumen, Pflanzen, Gartenutensilien, aber auch Honig, Pralinen und Hochprozentigem verlost wurden, und bei der die Erntekönigin Heike Ritzner als Glücksfee die Gewinne zog, wurde es etwas ruhiger, als der 2. Vorsitzende des Vereins hervorhob das Vereinsleben und Heimatverbundenheit zusammengehören und zwei Werke des Heimatdichters Franzjosef Schneider, genannt das Freudeblömche rezitierte.“

 

Fazit: Et wor widder schön.

 

 

Norbert Buchbender


Sonntag, 22.09.2019

 

Klosterwanderung mit Juppi

 

Zur lange vorher angekündigten Wanderung trafen sich 15 Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach an der Nikolauskapelle in Heisterbacherrott. Sie hatten sich zuvor als Fahrgemeinschaften verabredet - das Fahrziel lag nicht weit entfernt, oberhalb des Rheins.

 

Unmittelbar neben der Kapelle steht der ehemalige Frohnhof, dem heutigen Hotel und Restaurant „Haus Schlesien“ und hier sollte dann die Wanderung zum Abschluss kommen. Die Speisewünsche wurden dem Gastronom jetzt schon vorgetragen, sodass bei den Wandersleut´ auch schon Vorfreude aufkam.

 

Die Kapelle wurde wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts im romanischen Stil errichtet, seinerzeit noch zu Ehren des heiligen Markus. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Zerstörung des Gebäudes erfolgte eine Renovierung - seitdem steht sie unter dem Patronat des heiligen Nikolaus.

 

An der Nordseite des kleinen Gebäudes befindet sich ein in einer Nische eingelassener Bildstock mit einer Figur des Heiligen aus Metall. Eine Inschrift nennt das Jahr der Erneuerung um 1676.

 

Leider konnte man die Kapelle nicht von innen besichtigen und Juppi Schneider, der die Wanderung vorgelaufen und gut vorbereitet hatte, las aus einem Manuskript die wichtigsten Merkmale der Kapelle vor.

 

Nun wanderte man den leicht ansteigenden Weg über die sogenannte Kasseler Höhe Richtung Vinxel. Durch Felder und Obstplantagen bietet die Gegend wunderschöne Ausblicke zum Siebengebirge mit seinem Ölberg und den kleinen Dörfern Rott und Rauschendorf. Auch der Blick zum Michelsberg nach Siegburg ist überwältigend, denn das sonnige Wetter tauchte die Landschaft in ein sattes Licht mit allen Farbtönen.

 

Bald war Vixel erreicht und dort wurden die Wanderer von Herrn Mollweide vor der kleinen Kapelle Mariä Heimsuchung, auch Veußeler Dom genannt, empfangen. Er schloss die schwere Holztüre auf und alle Wanderer konnten auf den Sitzbänken Platz nehmen um zu erfahren, was es denn mit dieser Kapelle auf sich hat.

 

Sie wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und auch hier im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Nach dem Wiederaufbau durchlebte sie wieder manchen Sturm der Geschichte - so auch im zweiten Weltkrieg.

 

Eine Besonderheit ist die stehende Mutter Gottes mit Kind vom Typ einer sogenannten nährenden Gottesmutter mit entblößter, rechter Brust (Maria lactans).

 

Sehr beeindruckt verließ die kleine Wandergruppe die wieder schön restaurierte Kapelle und auch dem Wunsch, die kleine Glocke erklingen zu lassen, wurde augenzwinkernd entsprochen.

 

Der Rückweg führte wieder durch Felder und Auen und wie man erfuhr, so floss hier auf diesen Höhen einmal der Rhein.

 

„Haus Schlesien“ war bald erreicht  und die schöne Wanderung wurde dann noch mit Speis´und Trank belohnt. „Was will man mehr ?“


Bilder von der Fahrt nach Heilbronn

"Bundesgartenschau, Kürbisse und Schlossgärten"

12.09. bis 15.09. 2019


 Dienstag, 03. September 2019

 

 

 

Der Klimawandel in unseren Gärten ...

 

... so hieß das Vortragsthema von Dr. Hans Fischerkoesen, das er für den Obst- und Gartenbauvereins im Hotel-Restaurant Villa von Sayn vor Saal gefülltem Publikum hielt. Hier ist er schon seit vielen Jahren Mitglied, Träger des „Goldenen Spatens“ und Fachmann für Bäume.

 

Viele Gäste und Vereinsmitglieder waren natürlich gespannt, wie sich der Klimawandel in den Obst- und Gemüsegärten zeigt und vor allen Dingen, wie kann man sich mit der drohenden Klimaveränderung arrangieren.

 

Vertrocknetes Gemüse, brauner Rasen oder zu viel Regen machen Probleme. Städte und Kommunen reagieren bereits und wollen sich mit anderen Bäumen und Grünflächenbepflanzung den neuen Bedingungen anpassen. Man prognostiziert, dass die Sommer noch trockener und die Winter feuchter werden.

 

Der Kleingärtner versucht natürlich auch auf die extrem gewordenen Veränderungen zu reagieren und denkt über viel Sinn machende Dinge nach: Torffrei gärtnern,

organische Dünger bevorzugen,  Geräte wenn möglich ohne Motor verwenden (Abgase) und so weiter.

 

Aber Hans Fischerkoesen hatte anderes im Sinn. Er holte das Thema des Klimawandels früher aus und machte deutlich, dass immer schon Klimaveränderungen auf unserem Erdball stattfanden und der von Menschen beeinflusste natürlich mit der Industrialisierung zwischen 1700 und 1800 zusammen hängt.

 

Hierfür zeigte er anschaulich einige Grafiken mit Statistiken. Hier sah man, wie stetig ein Auf und Ab bei den Temperaturen zu beobachten war, aber ein stetiges „wärmer werden“.

 

Andrea und Jupp Profitlich hatten in professionell gestalteter Sorgfalt einen Lichtbildervortrag mit dem Autoren ausgearbeitet und es sollten nun knapp 200 Dias folgen, die zuvor alle digitalisiert und entsprechend aufbereitet wurden.

 

Fischerkoesen stellte sich nach den ersten Bildern als ausgesprochenen Bäumeliebhaber vor. Bäume hatten es ihm schon in seiner Kindheit angetan und natürlich kannte er alle botanischen Namen und deren Bedeutungen. Als er vor 20 Jahren nach Rheinbreitbach zog, setzte er gleich eine Palme in seinen Garten. Sie steht heute noch und hat schon strenge Winter erfahren.

 

Das ist das also, was Fischerkoesen berichten wollte: Langsam und klammheimlich werden hier die exotischen Pflanzen heimisch.

 

Das fällt jetzt sofort auf, denn Kirschlorbeer und Glanzmispel stehen vielleicht schon im eigenen oder im Garten des Nachbarn. Auch Magnolien, Tulpenbäume, Zypressen, Pinien, Blauglocken- und Mandelbäume, Mammutbäume und Thuja, Rhododendren, Azaleen und viele, viele mehr. All diese Bäume und Sträucher fotografiert und dokumentiert Hans Fischerkoesen bei seinen Spaziergängen im Rheinland.

 

Das war Erstaunlich und überraschend, was er alles gesammelt hatte und man war sich einig, dass sich hier bereits vieles an Fauna etabliert hat, was man früher nur aus dem Urlaub im Süden kannte.

 

Dieter Maus


 

Dienstag, 04.06.2019

Vortrag von Matthias Alter über Pelargonien

 

 

Zum Gucken, Riechen und Schmecken: Pelargonien

 

„Pelargonien werden umgangssprachlich gerne als Geranien bezeichnet. Aber botanisch ist das nicht richtig, denn hinter der Bezeichnung „Geranium“ verbirgt sich eine andere Stauden-Gattung.“

 

So die Eingangsworte des Pflanzendoktors und Pelargonien-Spezialist Matthias Alter. Er leitet die Fachabteilung in der Gärtnerei, der über die Grenzen hinaus bekannten Abtei „Maria Laach“.

 

Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach konnte ihn zu einem Fachvortrag gewinnen und der große Saal der „Villa von Sayn“ war erwartungsgemäß voll besucht. Die Vorsitzende des Vereins Kartini Klein begrüßte den Gast und dann sollte es los gehen. Alle waren gespannt … 

 

„Die Kultur von Pelargonien hat in der Klostergärtnerei Maria Laach lange Tradition“ erklärte Matthias Alter und gesteht, dass er sich bemüht, diese Tradition und auch die Artenvielfalt zu bewahren. Die Gärtnerei führt ca. 100 Arten und Sorten, wobei der Schwerpunkt bei Duft- und Blattschmuck-Pelargonien liegt - es gibt aber auch Wildarten.

 

Einige Exemplare hatte Alter aus der Klostergärtnerei mitgebracht und ließ die Topfpflanzen durch die Reihen der Besucher reichen. Jeder konnte nun staunen, was man bisher nur als Pelargonie kannte, aber nun offenbarten sich Pflanzen, von denen man noch nichts gehört oder gesehen hatte. 

 

Aus dem Publikum wurde die Frage nach Pflege und Krankheiten gestellt und so hat jede Pflanze natürlich seine Eigenarten. Immerhin kommt sie ursprünglich aus Südafrika und Vorderasien und somit liebt es die Pflanze trocken und sonnig zu stehen. Der Wasserhaushalt und auch die richtige Erde spielt eine große Rol­le und was viel blüht und viel wächst, braucht auch viel Dünger.

 

Schädlinge kommen natürlich auch vor. Zum Beispiel die Spinnmilben, die „Weiße Fliege“ und Läuse. Auch Schnecken schmecken Pelargonien.

 

Je nach Größe und Wachstum sollten die Pflanzen im Frühjahr bis Sommer auch umgetopft werden, dabei ist ein Topf aus Ton und ein durchlässiges Substrat von Vorteil.

 

So richtig interessant wurde es, als die Nase ins Spiel kam. Kaum zu glauben, dass eine Blume solch eine Vielfalt an Gerüchen präsent hat. Von Zitrone über Melisse bis hin zu Cola.

 

Dass man Duft-Pelargonien auch gut in der Küche einsetzen kann, klang erstaunlich. „Ob bei Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten, in Salaten, Desserts oder in Gelee – je nach Sorte mit dem jeweils eigenen Aroma“, so fuhr Matthias Alter fort. Und dann war noch Erstaunliches zu erfahren, denn der Sud aus den Wurzeln von „Pelargonium sidoides“ und „Pelargonium reniforme“ wird von den Zulus in Afrika als ein sehr wirksames Mittel gegen die Erkrankung der Atemwege eingesetzt: Umkaloabo – was übersetzt „schwerer Husten“ heißt.

 

Das klang alles sehr interessant und die Pelargonie wird nun sicherlich neue Freunde finden.

 

 

Foto: DiMa

Text: DiMa


Dienstag, 07.05.2019

Roswitha Vogel referiert über das Thema:

Der Star, der Vogel des Jahres 2018

 

Mit einem lebhaften,humorvollen, interessanten aber auch kritischen Vortrag stellte Frau Roswitha Vogel den zahlreich anwesenden Mitgliedern des Obst-und Gartenbauvereins Rheinbreitbach, den “Star” als Vogel des Jahres 2018 vor.

 

Mit dem Graureiher wurde im Jahr 1970 der erste”Vogel des Jahres” ausgerufen. Unser “Star” befindet sich mit vielen anderen Vogelarten, wie dem Pirol, der Bekassine, dem Habicht und vielen weiteren in bester Gesellschaft. Schon seit dem 1. Jahrhundert wurde dieses kluge und gesellige Tier als unterhaltsames Haustier  gehalten. Bekanntester Halter dürfte wohl Mozart gewesensein, der sich für den gelehrigen Imitator von Stimmen und Tönen so sehr begeisterte, das er ihm sogar ein Musikstück widmete (KV 522).

 

Immer im Vergleich mit anderen Artgenossen wurden in dem Vortrag die Eigenarten des Vogel beschrieben und bei einer besonderen Art der Nahrungssuche- dem

Zirkeln – auch durch eine sehenswerte Choreographie von Frau Vogel dargestellt.

 

Wenngleich man immer wieder Schwärme von Staren beobachten kann – insbesondere die spektakulären Tänze der Vögel über Rom – steht das Tier seit 2015 auf der Liste der bedrohten Arten.

 

Zur Fütterung von ihrer Brut benötigt ein Starenpaar eine Nutzfläche von ca.1000 Quadratmeter.  Nutzfläche bedeutet strukturreiche Landschaften, Streuobstwiesen aber auch naturnahe Gärten mit beerentragenden Pflanzen.

Daher regte sie in einem flammenden Appel an alle Gartenbesitzer dazu an, sich bei der Gestaltung ihrer Gärten nicht für Rollrasen, Steingärten und Kirschlorbeerhecken zu entscheiden, da diese sich für den Schutz unserer heimischen Vogelwelt wirklich nicht eignen.

 

Nach 1 1/2 Stunden bedankte sich die 1. Vorsitzende des OGV Frau Kartini Klein, unter langanhaltendem Applaus der begeisterten Zuhörer, bei Frau Vogel für ihren wunderbaren und informativen Vortrag,und verabschiedete die Anwesenden mit dem Hinweis auf den nächsten Vortrag am 4.06.2019, bei dem Herr Matthias Alter aus der

Klostergärtnerei Maria Laach  über “Die wunderbare Vielfalt der Pelargonien” referieren wird.  


 

03.03.2019

Karnevals-Sonntag 

Teilnahme am Karnevalsumzug

in Rheinbreitbach

 

Der OGV Rheinbreitbach beteiligt sich mit ca. 40 Personen -verkleidet als runde kullernde Äpfel - am Karnevalszug im Ort. Verteilt wurden keine Kamelle, sondern wie immer Obst und Gemüse, u.a. natürlich zentnerweise runde rote Äpfel. 

T


 

13.01.2019

Neujahrswanderung 

 

 

Sich regen, auch bei Regen

 

Auch wenn nur drei Leute zusammen kommen sollten, so würde Wanderwart Juppi Schneider die Wanderung trotzdem antreten.

 

Der Obst- und Gartenbauverein hatte zur ersten Veranstaltung in 2019 eingeladen, einer Halbtagswanderung entlang des Rheins. Das Treffen war um 12:00 Uhr vereinbart - und es regnete in Strömen. Kurz vor zwölf standen aber schon ein paar Autos entlang der Rheinstraße und schnell waren 20 Unerschrockene zusammen, die sich mit Schirm und regendichter Kleidung ein gutes Neues Jahr wünschten. Wer hätte gedacht, dass so viele zusammen kommen. Die Fähre schipperte gemächlich auf die andere Rheinseite und frohgemut und einem Lächeln im Gesicht ging die Tour los. Die bunten Regenschirme mussten mächtig gegen den starken Wind ankämpfen, einige Spannstäbe brachen, aber man sah es gelassen. Dabei fiel jemandem ein Spruch des Münchner Kabarettisten Karl Valentin ein. Er soll mal gesagt haben: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.“ Und so war´s wohl auch.

 

Bei diesem regnerischen Wetter war sonst so gut wie niemand unterwegs. Der Weg wird ansonsten auch von Radfahrern benutzt, aber heute blieben die Drahtesel mit und ohne Fahrhilfe zu Hause und überließen den Wanderern einen unbeschwerten Marsch. Oft konnten man sogar nebeneinander gehen und die wichtigsten Neuigkeiten austauschen. Das machte Freude und der Regen war die reinste Nebensache. Nasse Hosenbeine? Kein Problem.

 

Die Hälfte des Weges war bald erreicht und die nächste Fähre brachte die bunte Truppe wieder auf die andere Rheinseite. Nun bot sich an, in Königswinter eine Pause einzulegen und nichts lag näher, als eine heiße Tasse, einen Glühwein oder einen Kakao in der „Alten Liebe“ zu trinken. Das ehemalige Fährschiff aus den Anfang 1920er wurde nach seinen langen Dienstjahren liebevoll als Restaurant und Cafe umgebaut und lag jetzt goldrichtig für die Gruppe vor Anker. Zu allem Glück hatte man sogar Kuchen im Angebot - was wollte man mehr.

 

Der Heimweg lief dann nach dem gemütlichen Zwischenstopp wie von selbst. Nochmal sechseinhalb Kilometer, dann ging die total verregnete, aber total lustige und schöne Wanderung seinem Ende zu.

 

“Muss man das jetzt haben? Bei dem Wetter?“ So waren die Worte einer Nachbarin, der man von dem tollen Tag berichtete. Naja, sie hätte ja als Gastwanderin dabei sein können, dann wüsste sie es !

 

Dieter Maus

 


04.12.2018

Weihnachtsfeier

 

 

Volles Haus beim Nikolaus

 

Der Saal zur letzten Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V. im Jahr 2018 war wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

„Wir singen mit Jo Raile“ war angekündigt und der legte auch gleich mit seinem Keyboard zügig los.

Quer durch das deutsche Weihnachtsliedergut konnte man mit Hilfe der ausgelegten Liederliste zumindest die erste Strophe mitsingen und wer die vergessen hatte, durfte laut Raile trotzdem mit „Lalala“ weitersingen. Einfacher ging es also wirklich nicht.

 

Beim Kanon singen stellte er ein neues Lied vor und der ehemalige Oberstudienrat nutzte seine pädagogischen Fähigkeiten aus dem Schuldienst und ließ die Mitglieder auf seine Anweisungen gruppenweise mitsingen. Das hat vielen Spaß gemacht und man konnte sich an seinen Musikunterricht  aus vergangenen Tagen erinnern - so zumindest war hier und da zu hören.

 

Zwischendurch huschte ein seriös gekleideter Mann aus dem Saal. Man raunte, ob das wohl etwas mit dem Nikolaus zu tun hat? Und tatsächlich stand ein paar Minuten später ein jugendlich wirkender „Heiliger Mann“ im Rahmen.

 

Sein Gewand kannte aber jeder. Schon seit vielen Jahren referierte Gustl Richarz mit rheinischen und verschmitzten Worten seinen Beitrag zum Ende des Jahres. Seine Beobachtungen, die er wohl das ganze Jahr auf Spickzettel niederschrieb, wurden dann bei der OGV-Weihnachtsfeier in Reimform vorgetragen. Es war jedesmal ein Vergnügen, ihm zuzuhören.

 

Dieses ehrenhafte Amt hatte er wohl auch seinem Nachfolger zum 2. Vorsitzenden des Vereins übertragen und nun war man gespannt, ob der neue Mann im alten Gewand seinen Job als würdigen Nachfolger bestehen kann.

 

Glücklicherweise fand Norbert Buchbender, denn so heißt der Mann ganz nebenbei, seinen eigenen Stil. Nachmachen gilt nicht und das war auch gut so. Man lauschte seinen Beobachtungen und Betrachtungen und seine Verse gefielen seinem Publikum. Applaus, Applaus dem Nikolaus.

 

Die Vorsitzende des OGV verkündete nach dem schönen Vortrag noch die anstehenden Ereignisse für´s Jahr 2019. Man kann sich darauf freuen, denn einige vorgesehene Veranstaltungen klingen mächtig interessant. Und zünftige Wanderungen stehen darüber hinaus auch wieder an.

 

Die Weckmänner wurden dann von fleißigen Händen verteilt und so manches Bein des Wecks wurde beim abschließenden Erzählen gleich verzehrt „Frohe Weihnacht, alle zusammen. Bis zum nächsten Jahr“.

 

Dieter Maus

 

 

 

Fotos: Andrea Profittlich


 

06.10.2018

Der OGV Rheinbreitbach e.V. feiert sein Erntedankfest

 

 

Nach der Erntedankmesse in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena, feierte der OGV Rheinbreitbach, beginnend um 19:00 Uhr sein Erntedankfest; wie immer in der

Hans Dahmen Halle.

 

Schnell waren alle Tische besetzt. Die 1. Vorsitzende Kartini Klein begrüsste die Anwesenden. Für die musikalische Untermalung sorgte auch diesmal wieder Peter-Josef Euskirchen.

 

Wer wurde in diesem Jahr Erntekönigin?

Es war Gisela Führ, die dann mit Karl-Willi Menden den Königinnenwalzer tanzte und später bei der Tombola die Glückslose zog. 

 

Wer bekam den Golden Spaten 2018?

Kartini Klein umschrieb den Preisträger als einen Mann mit einem wirklich grünen Daumen und einem Liebhaber von feurigen Chilischoten. Es war unser Mitglied Dr. Hans Fischerkoesen, dem der goldene Spaten überreicht wurde. 

 

Die durchgeführte Tombola war der Abschluss des offiziellen Teils unseres Erntedankfestes. Anschließend ließen die Gästen dann bei Wein, Musik und netten Tischnachbarn den Abend ausklingen. 

 

 

 


24.06.2018

 

Wanderung auf unbekannten Pfädchen

und selten benutzte Gässchen

im Raum Rheinbreitbach

 

Warum in die Ferne schweifen ...

... wo das Gute liegt so nah. Denn unbekannte Gässchen gibt´s nicht nur in der Karibik und schöne Landschaften in Neuseeland - nein, die gibt´s auch hier bei uns.

 

Auch „Die Koppel“ ist für einige Einheimische „irgendwie“ unbekannt. Man sieht sie zwar schon von Weitem, aber von oben wird´s erst richtig interessant.

 

Der Wanderführer Juppi Schneider vom Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach bot also an, eine kleine Excursion durch Rheinbreitbach zu machen. Auf unbekannten Pfädchen und durch selten benutze Gässchen - und so treffen sich etliche Mitglieder des Vereins, aber auch einige Gäste am Renesseplatz, um gerade diese ungewöhnliche, kleine Tour anzugehen.

 

Klar, der Weg führt zuerst über die „Heilig“ zur Koppel, dem Hausberg der Rheinbreitbacher.

Die Koppel, oft auch der Koppel genannt, war ehemals ostwärts weinbestanden, die Ostseite mit Ramholz kultiviert, um daraus die Pfähle für die Rebstöcke herzustellen.

Mitte des 19. Jh. wurde auf dem Berg das erste Gipfelkreuz aufgestellt, das später durch ein noch höheres  und als Doppelkreuz ersetzt wurde.

 

Mitte des 20. Jh. froren alle Weinstöcke ab, die Koppel verwilderte, Bäume und Unterholz machte sich breit und das Erscheinungsbild des Berges wandelte sich.

Heute führt ein Wanderpfad zur Koppel und bei gutem Wetter kann man vom Gipfelplateau aus den Kölner Dom und bis weit in die Eifel hinein sehen.

 

Ein Gruppenfoto wird gemacht und nun geht die Route weiter über die sogenannte „Judenkaule“ zur „Breiten Heide“ - einem Neubaugebiet, das in den 1960er Jahren entstand.

Die Geschichte der „Breiten Heide“ beginnt allerdings schon im 16./17 Jahrhundert mit dem Bergbau. Nachweislich wurde im Mittelalter Kupfer gewonnen und auch vor Ort verhüttet.

 

Der Weg führt nun wieder bergab durch das Lützlingstal, dem Vonsbachpätschen bis hin zur Hauptstraße. Danach durch weitere Pfade zur Josefstraße, der Bürresheimer Straße und Eulenfeld bis zum Leinpfad am Rheinufer, wo man in einem Biergarten die Durchquerung des Heimatortes in noch fröhlicher Runde beendet.

 

 

Text: Dieter Maus

Fotos: OGVRBMaus

 


 

Dienstag, 08.05.2018

 

Immer am ersten Dienstag im Monat ab 20:00 Uhr, hören sich die Mitglieder des  Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach einen Vortrag an. In Wonnemonat Mai 2018 ist das anders. Der erste Dienstag fällt auf einen Feiertag (01. Mai). Also muss der zweite Dienstag im Mai dran glauben. Und noch etwas ist anders. Einige Teilnehmer sollen schon den Weg zum Hotel AdSion eingeschlagen haben, als ihnen einfiel, dass Haus Bergblick der Veranstaltungsort ist. Also um 180 Grad gedreht und ein wenig schneller gegangen, denn die Uhr lief ja weiter. 

 

Pünktlich ging´s dann auch los. Die erste Vorsitzende, Kartini Klein, begrüßte den im Verein allseits durch Vorträge und Baumschnitte bekannten Arnold Scheidgen, welcher dann über das Thema "Gesund bleiben bis ins hohe Alter - durch richtiges Gärtnern" referierte.

 

Bezugnehmend auf das Buch von Dr. Michael Nehls "Alzheimer ist heilbar", vertrat auch Scheidgen die These, dass bei vielen Zivilisationserkrankungen, ein ganzheitlicher Ansatz im Hinblick auf Vorbeugemaßnahmen erforderlich sei.

Dies bedeute, so Scheidgen, regelmäßige Bewegung in frischer Luft, geistige Aktivität und gesunde Ernährung. Dabei sei Gartenarbeit hervorragend geeignet diese drei Dinge zu vereinen, mit dann positiven Ergebnissen für Körper, Seele und Geist.

 

Arnold Scheidgen hob hervor, dass der wichtigste Punkt im Obst- und Gemüsegarten die richtige Düngung sei, am besten mit Kompost, um gesundes Obst und Gemüse mit allen wertvollen Vitaminen und Spurenelementen zu erhalten, die dann den Körper in die Lage versetzten, weniger anfällig für Krankheiten, wie z.B. auch für Alzheimer zu sein.

 

Nach dem Ende seines mit großem Applaus bedachten Vortrags, beantwortete Arnold Scheidgen dann noch einige Fachfragen, die sich vor allem auf die richtige Düngung von Pflanzen bezogen. 

 

(Norbert Buchbender)

 

Arnold Scheidgen nach Ende seines Vortrages im Haus Bergblick


 

Sonntag, 08.04.2018

 

 

Erste Tour als Wanderwart des OGV

 

Das sonnige Wetter hat er schon mal auf seiner Seite, die ca. 35 Mitwanderer kommen alle pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt und beste Laune ist sowieso ein ständiger Begleiter. Also kann es los gehen zu seiner ersten geführten Wanderung als frisch gewählter Wanderwart des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach.

 

In Fahrgemeinschaften trifft man sich dann am neuen, modern eingerichteten JUFA Hotel Königswinter/Bonn, das durch seine einmalige Lage im Naturpark Siebengebirge und in unmittelbarer Nähe des sagenumwobenen Drachenfels liegt.

 

Die Wanderung führt zuerst über einen relativ wenig begangenen Weg, bevor es dann am bekannten Weingut Sülz in die Weinberge geht.

 

Stetig leicht bergauf läuft die  Gruppe Richtung Klosterruine Heisterbach und legt dort  die wohlverdiente  Pause ein. Bänke gibt es zwei an der Zahl, dicke Felsbrocken zum Ausruhen aber genug. Zum Kloster gehört in der Regel ein Likörchen und da sich aus der Wandergruppe ein Geburtstagskind entpuppt, bleibt ein „dreifach Hoch“ mit einem Schlückchen nicht aus.

 

Ab nun wird der Wanderweg leichter, denn Steigungen sind keine mehr angesagt - es  geht also nur noch ebenerdig und bergab. Bald ist der Parkplatz in Sicht und Juppi Schneider schlägt Kaffee mit Kuchen für den Abschluss der Wanderung vor. Die Idee wird gerne angenommen, denn der kleine Hunger hat sich gemeldet, aber es gibt auch noch genügend Gesprächsstoff. Doch bevor es an Stuhl und Tisch geht, wird fleißig applaudiert. Der neue Wanderwart hat seine Aufgabe mit Bravour hingekriegt. Naja, er muss es ja können. Immerhin ist er im vergangenen Jahr zweieinhalbtausend Kilometer nach Santiago de Compostella gewandert.

 

Dieter Maus

Juppi Schneider beschreibt den Treffpunkt für die Fahrgemeinschaft


 

06.03.2018 AdSion, Rheinbreitbach

 

Vortrag von Michael Dreisvogt 

 

Thema: Gehölze für den kleinen Garten

 

 

Ein Arboretum (lat. arbor „Baum“) ist eine Sammlung (nicht in Pflanzgefäßen wachsender) verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze. Das kann beispielsweise auch ein botanischer Garten sein, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt werden. 

 

Als ältestes Arboretum der Welt gilt das Arboretum von Trsteno in der Nähe der Stadt Dubrovnik in Kroatien, das seit 1492 bestehen soll.

 

Ein wunderschönes Arboretum liegt hier ganz in der Nähe, in Oberkassel bei Bonn und Herr Dipl.-Ing. Michael Dreisvogt, als technischer Leiter dieses auch Park Härle genannten Gebietes, war vom Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach geladen, um einen Vortrag zum Thema „Gehölze für den kleinen Garten“ zu halten.

 

In neuer Funktion als 2. Vorsitzender des OGV eröffnete Norbert Buchbender die Veranstaltung, die wie immer gut besucht im Saal des Hotel/Restaurants „AdSion“ stattfand.

 

Anhand von vielen, teils persönlich aufgenommenen Fotos, lies Herr Dreisvogt seine sachkundigen Erläuterungen durch einen Beamer auf die Leinwand verdeutlichen. Wunderschöne, kleine Gehölze wurden vorgestellt, die insbesondere in der Region am oberen Rhein gedeihen. 

 

Große, aber auch kleine Gehölze strukturieren den Garten, sehen schön aus, bieten Nistplätze für Vögel, dienen als Futterspender für Insekten und haben teilweise tolle Düfte im Programm.

 

Wer wenig Platz im Garten hat oder der nur noch Ergänzungen zu seinem Bestand sucht, kann also gleich Sorten pflanzen, die klein bleiben und pflegeleicht sind. „Dafür sollte man aber möglichst den exakten Sortennamen kennen. Mit Hilfe von Büchern, des Internets und eines Fachbetriebes ist das inzwischen viel einfacher geworden“, so berichtete Michael Dreisvogt.

 

Schön sind zum Beispiel die vielen verschiedenen Japanischen Zwergahorne. Die Herbstfärbungen verzaubern jeden Garten, je nach Sorte mit roten oder gelben Farbtupfern. Orangefarbene gibts natürlich auch.

 

Fast automatisch kam die Sprache auf den Buchsbaumzünsler. Er wurde bekanntlich aus dem asiatischen Raum über die Billigwaren-Kette eingeführt - nun macht sich der Schmetterling hier breit und die schönen Hecken und Einzelstücke sind sein gefundenes Fressen. „Keine Chance. Trennen Sie sich vom Buchs“, so plädierte Dreisvogt und stellte gleich tolle Alternativen vor: Die immergrüne und winterharte  Duftblüte, Arten von Stechpalmen, Heckenkirschen, Zwergeiben, kleine Berberitzen und andere mehr.

 

Also eine große Auswahl - wer hätte das gedacht. Und da das Frühjahr in Sicht ist, kreisten schon die Gedanken an gärtnerische Veränderungen. Dank des Vortrags könnte auch mal wieder ein Besuch im Arboretum Park Härle fällig werden. Der ist doch ganz in der Nähe ...

 (Dieter Maus)

 


Mitglieder des

Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V.

 als "Bienen" verkleidet 

beim Karnevalsumzug am 11.02.2018 in Rheinbreitbach 

     

Jahreshauptversammlung 

 

Dienstag, 06.02.2018

 

 

Der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V. lädt zur Mitgliederversammlung ein - in das Hotel/Restaurant AdSion in Rheinbreitbach. Der Saal ist erwartungsgemäß bis auf den letzten Platz gefüllt und die Vorsitzende Kartini Klein eröffnet die Veranstaltung.

 

Zunächst  gedenkt man der verstorbenen Vereinsmitglieder, dann wird das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung vorgetragen. Hier berichtet die Schriftführerin über die vielen Aktivitäten des Vorjahres und leitet zum Bericht der Kassenführerin über. Natürlich stimmt die Kasse auf Heller und Pfennig, zumal zwei Kassenprüferinnen das Ergebnis bestätigen. 

 

Erst einmal muss der Vorstand entlastet werden und Heinz Schmitz übernimmt die Leitung der Wahl. Als politisches Urgestein weiß er, wie ein solches Vereinsprozedere abzulaufen hat.

 

Wovon schon gemunkelt wurde, wird nun ausgesprochen. Mehrere Vorstandsmitglieder haben nach vielen, vielen Jahren mit verantwortlicher Tatkraft im und für den Verein darum gebeten, nicht mehr aufgestellt zu werden.

Darunter der 2. Vorsitzende Gustl Richarz, die Kassenführerin Gabi Adenauer, die Beisitzende Uschi Weinberg, der Beisitzer Karl-Josef Stang, die Kassenprüferinnen Rita Schröder-Stang und  Gertrud Hahn, sowie der Wanderwart Adi Berg. Alles beliebte und tüchtige Leute und natürlich gibt es lang anhaltenden Applaus für diese sieben. Dazu eine Urkunde, die speziell für dieses Ereignis von einem Mitglied des Vereins gestaltet wurde.

 

Heinz Schmitz hat die Leitung zur Neuwahl im Griff. Schnell sind gute Vorschläge aus dem Publikum genannt und es werden einstimmig gewählt:

 

Kartini Klein als (erneute) Vorsitzende, Norbert Buchbender als 2. Vorsitzender; Andrea Profittlich, Kassenwartin; Gisela Richarz bleibt weiterhin die Schriftführerin; Gabi Adenauer, Elisabeth Berg und Karl-Willi Menden werden als Beisitzende und Beate Pohlmann und Anita Kroheck als Kassenprüferinnen benannt.

 

Mit der neu geschaffenen Position als Organisatorin von Vereinsaktivitäten wird Maren Schmitz betraut und ein glückliches Händchen hat man wohl mit der Wahl von Juppi Schneider zum Wanderwart. „Er wird´s wohl können“ so heißt es aus dem Publikum. Immerhin ist er gerade von seiner drei monatigen Wanderung „Rheinbreitbach - Santiago de Compostela“ zurück gekehrt. „Aber keine Bange“ so meint er „mit Euch mache ich andere Wandertouren“.

 

Was die Kassenwartin schon andeutete, wird nun Anlass zur Abstimmung. Seit 10 Jahren gab es keine Beitragserhöhung und allen Anwesenden ist klar, dass bei gestiegenen Kosten eine Erhöhung selbstverständlich ist. Ein Mehr von 3 Euro jährlich für die Einzelperson, 5 Euro für das Paar. Auch dieser Programmpunkt ist einstimmig angenommen.

 

Die wiedergewählte Schriftführerin stellt dann die geplanten Aktivitäten für 2018, danach gibt Eduard Richarz noch einige Dias zum Besten. Heute bringt er Blumenfotos mit, die er im Baltikum geschossen hatte.

Dieter Maus

 



 

07.01.2018

 

Erste Aktion in 2018 mit dem OGV Rheinbreitbach

 

Das Neue Jahr hat angefangen und selbstverständlich tritt der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach gleich mit der ersten Veranstaltung in Aktion: Wanderung von Rheinbreitbach über die Höhen nach Linz.

 

Aber es liegt ja schon auf der Hand, das wird nicht gelingen. Der Rhein führt Hochwasser und Linz liegt am Rhein.

 

Mit großem Hallo und mit guten Wünschen zum Neuen Jahr wird sich aber erst einmal auf dem Treffpunkt am Renesseplatz begrüßt und dann soll überlegt werden, wie die Route verlaufen könnte. Auch freut man sich auf die sogenannte Schlusseinkehr und hierfür sorgt die Wanderführerin in Absprache mit einem Gastwirt,  dass auch genügend Sitzplätze für die Wandermannschaft bereitstehen.

 

Aber Linz scheidet wohl nun aus und so will man es auf sich zukommen lassen. „Et kütt, wie et kütt“, sagt der Rheinländer und frohen Schrittes, warm eingepackt und gewappnet gegen eventuell eintretenden Regen läuft man die ersten Steigungen auf die Höhen und im sicheren Abstand zum Rhein. Kleine Grüppchen bilden sich und die ausgetauschten Neuigkeiten lässt die Zeit schnell vergehen.

Mit dem Blick über das Eifelvorland fällt er auch auf das graue, sehr breite Band des Rheins. Remagen liegt auf der anderen Rheinseite, jeder kennt die kleine Stadt, berühmt nicht nur wegen der römischen Geschichte und den schönen Kirchen, sondern auch wegen Rudolf Caracciola, dem erfolgreichsten europäischen Automobilrennfahrer in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Nun liegt die schöne Promenade unter Wasser. Die Gastronomie, die Anwohner warten jetzt auf bessere Wetterbedingungen, damit nach dem Rückgang des Wassers schnell die Räume und Keller leergepumpt und von dem Dreck gesäubert werden können.

 

So wird klar, ähnliches Bild gibt es jetzt auch in Linz und die Wanderung erhält weitere Änderungen der Strecke. Man muss also wohl oder übel im Bogen wieder zurück Richtung Rheinbreitbach.

 

Die Schlusseinkehr wird aber trotzdem noch angegangen. Obwohl die Voranmeldung aus beschriebenem Anlass nicht erfolgen konnte,  wird die Gruppe im  Rheinbreitbacher Hotel/Restaurant AdSion herzlich empfangen. Und beim gemeinsamen Abendbrot lässt sich dann noch weiter gut erzählen ...

 

(Dieter Maus) 


Archiv des

Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V. wechselt als Dauerleihgabe zum

Heimatverein Rheinbreitbach 

Bericht von Dieter Maus

 

 

 

Geschichte unter Dach und Fach

 

Bereits auf der traditionellen Nikolausfeier des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach war zu hören, dass die Vereinsdokumentation zukünftig  an  einem besonderen Ort gelassen wird.

 

Die Vereinsvorsitzende Kartini Klein und der gesamte Vorstand hatten sich mit dem Heimatverein Rheinbreitbach arrangiert, um sämtliche Unterlagen wie Protokoll-Bücher und den Schriftverkehr seit dem Bestehen des Vereins 1907 bis zum Jahr 2000 als Dauerleihgabe zu übergeben.

 

Im festlich und vorweihnachtlich geschmückten Sitzungsraum des Heimatvereins  auf der Hauptstraße von Rheinbreitbach trafen sich nun die wichtigsten Akteure der Vorstände und stöberten nochmal in den Büchern und Dokumenten, bevor sie im Nebenzimmer auf den vorbereiteten Schreibtisch zu liegen kamen. Dahinter positionierten sich dann die beiden Vorstandsvorsitzende der Vereine Kartini Klein (OGV) und Dankward Heinrich (HV). Daneben Thomas Napp, dem Archivar des Museums, sowie Gisela und Gustl Richarz. Die beiden hatten den Dokumentenschatz über viele Jahre in ihrem Haus gehütet. Von ihnen stammt auch die Idee, ihn als Dokumentation einer Vereinsgeschichte der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Ab dem Jahr 1907, mit kleinen Lücken aus den Kriegsjahren, ist nun für jedermann die Sichtung unter Begleitung des Archivars möglich. Übrigens stellt der Heimatverein in diesem Zusammenhang auch einen tollen Dienst bereit, denn alle verfügbaren Dokumente sind gegen ein kleines Entgelt z.B. als Kopie, Scan oder Abschrift zu erhalten. Details dazu entnimmt man der Homepage des Vereins.

 

Selbstverständlich wurde der kleine Festakt vom Pressefotografen festgehalten. Anschließend traf man sich wieder im Sitzungsraum und stieß mit einem Glas Sekt auf dieses Ereignis und zur weiteren guten Zusammenarbeit an.

 

Der Archivar Thomas Napp erzählte den Anwesenden, wie seine Arbeit im Verein passiert. Wie auch in den populären Archiven in aller Welt, ist zunächst kleine Sisyphusarbeit notwendig, mit viel Hirnschmalz und Ausdauer, um das viele, teilweise empfindliche Material zu sichten, zu ordnen und zu katalogisieren. Und das auch noch ehrenamtlich.

 

Die anschließende Führung durch das gemütliche Heimatmuseum endete dann auch unter dem Dach. Hier ist das Archiv untergebracht und nun gesellt sich noch ein Meter Vereinsgeschichte des Obst- und Gartenbauvereins dazu.

 

 

 

 

 

Kurz vor der Vertragsunterschrift (vlnr.: Dankward Heinrich, Kartini Klein, Gisela Richarz) Nicht im Bild: Gustl Richarz und Thomas Napp.


 

 

Jahresabschlussveranstaltung 2017  

Dienstag 05.12.2017 im AdSion 

Bericht von Dieter Maus

 

 

Standing Ovation für den Nikolaus

 

Die letzte, diesjährige Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach stand an und wie so oft, traf man sich im Hotel/Restaurant „Ad Sion“. Mit vielen Mitgliedern wurde gerechnet, aber es mussten noch etliche, zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden.

 

Als Auftakt der Veranstaltung und passend zur Adventszeit  präsentierte

Marion Heinrich die Kunst des Papierfaltens. Hier erklärte sie per Diashow anhand einiger Beispiele aus vorigen Jahrhunderten die Entwicklung dazu und ihre vielen selbst gestalteten Exponate ergänzten zum Anschauen und Anfassen.

 

Das war schon mal interessant und nach der Theorie ermunterte sie die Gäste zur Praxis. Wer wollte, faltete unter Anleitung einen Tannenbaum aus einer grünen Serviette. Wem am Falten eines Papierfliegers mehr Spaß hatte, konnte aus den Erinnerungen seiner Schul- und Jugendzeit sein Können unter Beweis stellen. Und schnell sausten dann die Ergebnisse durch die Lüfte - natürlich nur die Flieger. Die tollen Ergebnisse der Tannenbäume wurden mit nach Hause genommen.

 

Dann kam der Nikolaus !

 

Wie in jedem Jahr sollte es  wieder Gustl Richarz machen. Den Job im Originalgewand eines Bischofs macht er schon seit etlichen Jahren und sein Publikum ist immer gespannt, wie sein Vortrag sein wird. Immer in Reimform, immer gespickt mit reichlich Humor und immer passend zur Region und dem OGV.

 

Dieses mal war es sein Anliegen, den langen Weg, auch seines Vereins zu erleuchten, denn immerhin darf der Obst- und Gartenbauverein stolz auf sein Alter von 110 Jahre sein.

 

In Dekaden beschrieb „Nikolaus Richarz“ in knappen Episoden aus dem Vereinsleben, angefangen im Jahr 1907. Es war interessant zu erfahren, was sich seinerzeit die Gründungsmitglieder dabei gedacht hatten, einen Verein rund um Obst und Gemüse zu gründen. Viele Dinge waren hier vordergründig, denn eine Familie satt zu kriegen, hing auch mit den Produkten aus Hof und Garten zusammen. Hundertzehn Jahre später ist alles globalisiert. Erdbeerbowle im Winter und Steckrüben im Sommer gehören heute zum Alltag, denn Supermärkte und Lebensmittelketten haben hier längst das Regiment übernommen.

 

Trotzdem macht wohl das Gärtnern immer noch großen Spaß, denn mittlerweile ist der OGV auf 250 Mitglieder angewachsen und die können nicht irren.

 

Wichtig war aber im Moment beim Vortrag zu erfahren, dass alle Unterlagen, Berichte und Bilder zukünftig  an  einem besonderen Ort verwaltet werden, die dann für alle Bürger einsichtig werden. Die Vereinsvorsitzende Kartini Klein und der gesamte Vorstand hat sich mit dem Heimatverein Rheinbreitbach arrangiert und übergibt aus seinem Archiv sämtliche Unterlagen wie Protokoll-Bücher und den Schriftverkehr seit Bestehen des Vereins bis zum Jahr 2000 als Dauerleihgabe.

 

Die Übergabe der Dokumentation wird noch vor Weihnachten stattfinden. Nun kann man sich freuen nachzuforschen, wer, wann und wo, wieviel und was in seinem Garten gemacht hat - oder auch nicht.

 

Das war eine Überraschung. Der Vortrag war spannend, lustig und emotional: Standing Ovation für den Nikolaus!

 



 

Dienstag, 05.09.2017 

 

Führung durch den Kräutergarten auf dem 

Waldbreitbacher Klosterberg

 

 

 

Zu Gast im „kleinen Paradies“

 

„Führung durch den Klosterkräutergarten in Waldbreitbach mit anschließender Verkostung“ - so lautete die Ankündigung der Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach.

 

Einige Interessierte trafen sich dann am Renesseplatz um in einer Fahrgemeinschaft zum Waldbreitbacher Klostergarten der Franziskanerinnen zu kommen.

 

Hier wurde die Truppe von Kordula Honnef empfangen, die nun ihr kleines Paradies mit dem Projekt „Bewahrung der Schöpfung“ begleiten und erklären sollte.

 

Ziel dieses Projektes ist die Begegnung mit der Natur im Sinne des hl. Franziskus und der Ordensgründerin Mutter Rosa. 

 

Die gelernte Gärtnerin kümmert sich um die Klostergärten und Streuobstwiesen der Waldbreitbacher Franziskanerinnen auf dem Klosterberg.

Darüber hinaus gestaltet Kordula Honnef Aktionstage für Kinder und bietet Seminare für Erwachsene an. „Ich möchte altes Wissen nach Heute transportieren“, sagte sie.

 

Und deshalb war man gekommen - aus Rheinbreitbach nach Waldbreitbach. Man wollte einfach noch mehr erfahren. Unterschiede zwischen verschiedenen Minzearten sehen und riechen, frischen Fenchelsamen essen und sehen, dass es so viele gute Kräuter gibt, die oft achtlos bleiben.

 

Kordula Honnef arbeitet natürlich im „Alltag“ mit einigen Mitarbeiterinnen in den Klostergärten - immer nach dem Prinzip des naturnahen Lebensraums. Es wird so gut wie nicht gejätet, dafür schneidet man stark wuchernde Pflanzen zurück, um den schwächeren eine Chance zu geben. Natürlich wird auch reichlich geerntet, denn die wertvollen Kräuter dienen der Weiterverarbeitung zu verschiedenen Kräutersalzen, Ölen und Essigen. „Kräuter können zu jeder Jahreszeit geerntet werden“, so erzählte sie. Die Produkte werden selbstverständlich im eigenen Kloster gebraucht, aber auch gerne von Besuchern und Seminarteilnehmern gekauft - ohne Gewinn, versteht sich,  denn alles untersteht einer Stiftung.

 

Frau Honnef erklärte professionell und gerne mit humorvollen Einlagen. Sie hat sich wohl Vieles selbst erarbeitet, aber wohl auch von ihrer Mentorin angeeignet. „Sie hat mir vieles beigebracht“, sagt sie „und noch heute stöbere ich gerne in ihren alten Büchern über Kräuter- und Klosterwissen.“

 

Glücklicherweise verlief der Rundgang auf dem Klosterberg bei angenehmer Temperatur und der Blick ins Tal der Wied war berauschend. Keine Motorengeräusche von Autos oder Flugzeugen. Nur Ruhe und Frieden. „Genau das Richtige für mich“, sagte Frau Honnef und lud dann zu ihrer Verkostung ein.

Im nah gelegenen Seminarraum, der gleich hinter dem sogenannten  „Bibelgarten“ liegt, hatte sie verschiedene Brotsorten bereitstellt. Daneben standen Schüsseln mit Kräuterbutter und Kräuterquark. Dazu Apfelsaft, gepresst aus den Äpfeln (40 Sorten) der anliegenden Streuobstwiesen. Das sollte schmecken.

 

Man hätte noch viel mehr zuhören und erfahren wollen, aber zwischenzeitlich waren fast drei Stunden vergangen. Und die Heimfahrt stand ja auch noch an. „Vielen Dank Frau Honnef“.



     

Sonntag 03.09.2017

 

 

Sommerwanderung nach Müden/Mosel

 

 

Und kaum einer war müde...

 

Eine Wanderung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach stellt immer etwas Besonderes innerhalb der sonst tollen Veranstaltungen dar.

 

Und dieses mal war es wieder so, denn Maren und Heinz Schmitz hatten die Idee, die Wanderung in die „alte“ Heimat, an die Mosel  zu führen. Vierundvierzig Mitglieder und Gäste standen auch früh parat am Bahnhof; die Zugfahrt dauerte dann gut eineinhalb Stunden.

Zwischenzeitlich hatte das Wetter die Zeit, sich auf das Ereignis einzustellen und pünktlich zur Ankunft verzog sich der anfängliche Nebel und die Wolkendecke riss auf.

 

Zwei Wandergruppen sollten es dann werden, die zu einer langen und einer kürzeren Strecke aufbrachen. Das erste Ziel war nach einem, naja, beschwerlichen Aufstieg die Wanderhütte auf Kompes Köpfchen, die mit Getränken zu moderaten Preisen, aber vor allen Dingen mit einem unvergleichlich schönen Blick über das Moseltal aufwartete.

 

Angekündigt wurde dann die nächste Anlaufstelle zur Burg Eltz. Viele kannten die Burg aus all den Abbildungen, denn immerhin stellt die Burg ein Novum dar. Sie wurde nie erobert, hatte keine Blessuren durch die französische Besatzungszeit unter Napoleon zu erleiden und steht so stolz wie anno dazumal in einer grandiosen Landschaft. Sie gehört an die Spitze der am meist besuchten Bauwerke im deutschen Raum und sogar eine (große) Geldscheinnote zierte die Vorderseite unter D-Mark Zeiten.

Viele Fotos wurden gemacht und weiter führte der Weg um die Burg, sodass andere Blickwinkel sich öffneten.

 

Müden, der Geburtsort von Heinz Schmitz und heutigem Kommunalpolitiker in Rheinbreitbach, stand jetzt an, denn zwischenzeitlich waren auch die Mitwanderer der kleinen Gruppe dazu gestoßen. Ok, die Füße hatten nun auch genug getragen und so freute es natürlich, dass das vorher informierte Weingut Jakob Müller wohltuend in Sicht kam.

 

Überraschend standen schon viele Sektgläser parat; die Vorsitzende des Vereins hatte runden Geburtstag und lud zum Zuprosten ein: „Auf ihre Gesundheit“ prosteten ihr alle zu. Eine Superidee.

 

Die Weinprobe sollte nach dem Rundgang durch den großen Weinkeller mit alten Holzfässern, neuesten Edelstahltanks und etlichen Maschinen folgen,  und die dazu gereichte Vesperplatte mit dem viel gelobten Kartoffelsalat ließ die müden Füße bald vergessen. Ein paar Liedchen sind noch geschmettert worden und die vergnügliche Runde lief dann gestärkt und voller interessanter Eindrücke wieder Richtung Heimreise.

 

Ein langer Tag ging zu Ende, aber es hat sich - wie immer - gelohnt.

 


Sonntag, 11.06.2017

 

 

Rheingau-Wanderung

 

Der Wanderführer und seine "bessere Hälfte" wussten natürlich schon Bescheid, was die Mitglieder des "Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach" erwartet, denn sie sind den Wanderweg schon zweimal vorgelaufen.

 

Das einzige, was nicht planbar war und ist, dürfte die Laune des Wettergottes betreffen. Selbst ein paar Tage vor dem Start am Bahnhof in Unkel war es trüb und regnerisch, sodass die Teilnehmerzahl schwankte. Aber wie sollte es anders kommen? An diesem Tag war ein richtig sonniger Tag. Sonntag. Und so machten sich fast 30 Mitglieder auf, zu einer Wanderung der Superlative von Assmannnshausen nach Geisenheim im Rheingau.

 

Gleich nach der Bahnfahrt über Koblenz ging es per Sessellift auf die Höhen des Rheintals. Eine ruhige und ruckelfreie Fahrt führte über die Weinhänge und sonnendurchfluteten Bäume und Sträucher zum Niederwald. Die nun beginnende Wanderung führte vorbei an grandiosen Aussichtspunkten auf den Rhein zum sogenannten Niederwald-Denkmal mit seiner Germania.

 

Stets den Blick nach Westen gerichtet, sah sie noch so aus, wie auf dem Foto der 50er Jahre, das eine Mitwanderin spaßeshalber mitgebracht hatte. Hier ist sie als 19-Jährige vor der Germania zu sehen, natürlich noch in schwarz/weiß. 

 

Nach der knappen Pausierstunde zog man weiter zur Beneditinerinnenabtei St. Hildegard. Das große und mit rotem Felsstein erbaute Kloster kann man leicht als romanisches Bauwerk betrachten, in Wirklichkeit wurde es aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Eine imposante Erscheinung und mit weitem Blick über die Weinfelder ins Rheintal.

 

Der Abschluss der Wanderung war natürlich auch bestens vorbereitet, denn Tische und Stühle im Garten eines Weingutes deuteten darauf hin, dass jetzt noch etwas gegessen, getrunken und ausgeruht wird


Dienstag 06.06.2017

 

Vortrag von Gabriele Röser 

 

 

"Gärtnern für Anfänger ..."

 

Nun besteht der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach in diesem Jahr bereits 110 Jahre und trotzdem konnte er viele Mitglieder dazu bringen, in großer Anzahl dem Vortrag „Gärtnern für Anfänger“ zu bewegen, denn man lernt in seinem gesamten Gartenleben natürlich immer dazu.

 

Der Vorstand hatte Gabi Röser eingeladen, die gut vorbereitet dem Publikum „vom Fach“ etwas erzählen sollte. Und das gelang auf Anhieb. Denn die Hobbygärtnerin überzeugte mit Charme und sicherem Auftritt, dass die Leidenschaft für das Gärtnern immer wieder ein spannendes und entspannendes Vergnügen ist. Denn der Einsatz wird schließlich auch noch richtig belohnt. Am Ende der Arbeit stehen Erträge von Salat, Gemüse und Obst. Und man weiß, was man hat !!!

 

Anfangen sollte der „Neugärtner“ mit einem, vielleicht zu Papier gebrachten Plan, also mit einer konkreten Vorstellung, was er in seinem Garten haben möchte. Welche Bedingungen die Pflanzen an den Standort haben, wie Sonnenlicht und Schatten wirken und wieviel Arbeit man sich zutrauen möchte.

 

Es gibt auch in Gartenzeitschriften und Büchern oft Gestaltungsvor- schläge für sonnige und schattige Beete. Ein Ordner mit gesammelten Seiten von Garten- und Beetanlagen ist einfach anzulegen, egal ob in Papier- oder digitaler Form. So hat man gerne einen Blick auf andere Ideen, um  bestimmte Beete wieder mal anders zu bepflanzen.

Auch helfen Fachzeitschriften für gute Tipps bei Gartenwerkzeugen oder Kompostiermethoden. Immer ist es interessant zu erfahren, welche Gemüsearten sich besonders eignen, um zusammen ausgesät zu werden. Gabi Rösner wusste zu erzählen, dass schon die Indianer den Mais mit Getreide ausbrachten, denn die eine Pflanze gibt, was die andere braucht. So dürften sich auch hier die Radieschen mit  Möhren „vertragen“ und die Bohnen mit Zwiebeln. Einfache Saat mit doppelter Ernte.

 

Auch die Mondphase spielt eine gewisse Rolle beim Gärtnern. Sicher hat man davon schon gehört oder richtet sich danach. Ob der dicke Kürbis des Nachbarn damit zusammen hängt, steht aber in den Sternen ...

Gabi Rösner hat übrigens ihren Nutzgarten in Asbach und dort bietet sie auch im Herbst Kurse der VHS an. Wer Lust hat, kann sich hier noch anmelden oder aber auch Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach werden.


 

 

Dienstag, 04.04.2016

 

 

 

Vom Turban zur Tulpe

 

Zum Glück stand eine hervorragende Spezialistin für Tulpen zur Verfügung, denn der Vortrag des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach über „Farne“ musste verschoben werden.

 

Irgendwie passte das neue Thema auch gut zur aktuellen Gartensituation, denn momentan ist bunte Tulpenzeit.

Helga Panten, sprang für den eigentlich geplanten Vortrag ein. Sie ist eine versierte Fachjournalistin und Buchautorin und insbesondere haben es ihr die Tulpen angetan. Ihr Thema für heute:

 

„Tulipa, schöner als Salomonis Seide“ 

 

Sie hatte sich trotz der kurzen Vorbereitungszeit ihr wohl schon bewährtes Vortragskonzept mitgebracht und wie ein Feuerwerk ging es dann im voll besetzten Saal des Hotels „AdSion“ für die interessierten Vereinsmitglieder los.

 

Im Mittleren Orient fängt die Geschichte der Wildtulpe an, da, wo sie auch über Jahrhunderte hinweg und später von den Türken  kultiviert wurde. Von hier gelangte sie um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa. Der Name „Tulpe“ dürfte dabei auf einem sprachlichen Missverständnis beruhen - türkisch „tülbend“ auf persisch  „dulband“,  und bezeichnete ursprünglich einen Turban.

 

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ganz gezielte Züchtungen von neuen Sorten und es kamen hochwüchsige und spätblühende Tulpen auf den Markt.

 

Soweit die Einführung des Vortrags und dem Werdegang unserer geliebten Tulpe. Nun sollten die heutigen Sortengruppen kurz erklärt werden. Zu den einzelnen Gruppen stehen vielfältige Eigenschaften und Formen. Sie alle aufzuführen würde den Artikel dieses Berichtes sprengen (es gibt ca. 6000 Tulpensorten). So sind hier lediglich Stichpunkte aufgeführt, denn ausführliche Beschreibungen kann man bei Interesse z.B. im Internet nachlesen.

 

Neben den Wildtulpen gibt es noch 10 andere Gruppierungen, wobei die Blütezeit kaum variiert - nämlich von Anfang April bis Mitte/Ende Mai.

Über die Farbenvielfalt hatte Frau Panten bereits berichtet, aber nun kommen die lilienblütigen, die gefransten, diestreifigen, gefüllten, glockigen, groß- und kleinblütigen, hoch- und niedrigwachsenden, kräftig- und weniger kräftigstieligen, usw, usw.  Tulpen noch dazu. Alles wird dann zur Geschmackssache und je nach Gruppe variiert auch der Preis für eine Zwiebel.

 

Und was muss noch erzählt und gezeigt werden?

 

Tulpen können über Samen oder über Tochterzwiebeln vermehrt werden. Im Sommer wachsen an den großen Mutterzwiebeln sogenannte Tochterzwiebeln heran, die nach dem Ausgraben im  Frühherbst abgetrennt werden. Sie werden dann vor dem ersten Bodenfrost neu gepflanzt und bilden im kommenden Jahr größere Zwiebeln.

 

Die Gewinnung aus Samen ist wesentlich langwieriger als aus Tochterzwiebeln. Außerdem besitzen die aus Samen gezogenen Pflanzen andere Eigenschaften.

 

Na klar, es sollte aber bei diesem Vortrag nicht fehlen, dass es nicht nur Freunde der Tulpe gibt, sondern auch Bösewichter. An erster Stelle ist hier die Wühlmaus genannt. Sie hat die Zwiebeln einfach zum Fressen gern und deshalb sollte unbedingt bei der Bepflanzung ein Drahtgeflecht oder -korb um die Zwiebeln gebracht werden. Pilzbefall gibt es bei Tulpen genauso, wie bei vielen anderen Gewächsen. Hier ist zu beobachten, wie sich der Pilz bemerkbar macht. Entweder muss bei Befall die Pflanze komplett in den Müll (nicht Kompost) wandern oder es können entsprechende Spritzmittel o.Ä. angewandt werden.

 

Dank der spannenden Ausführung von Frau Panten und den vielen, schönen, bunten Bildern auf der Diawand, gab es zum Abschluss einen Riesenapplaus und erleichtert dankte der Vorstand, denn immerhin war der Vortrag schnellstens improviesiert. Ein Glückstreffer !!!

 


 

 

Dienstag, 07.03.2017

Vortrag von Bernd Walbrück zu Thema: "Erpeler Dahlien"

 

 

Mit Bernd Walbrück präsentierte der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach den ersten Fachvortrag 2017 im Hotel AdSion. Bernd Walbrück, ein bekannter Dahlienspezialist, der mit Leib und Seele seinen 4000 qm großen Garten „Erpeler Blumentälchen“ versorgt, bearbeitet und pflegt, ist Mitinitiator des über die Grenzen hinaus bekannten „Erpeler Blumenkorso“. Ihm ist es zu verdanken, dass die Tradition des Weinfestes alljährlich im September weiterlebt und ihm ist als hauptverantwortlichen Dahlienbeschaffer zu verdanken, dass es auch diese tollen Blumen für die aufwendigen Blumengestecke und Blumenwagen gibt. Alleine aus seinem Garten liefert er ca. 20.000 Blüten, dazugekauft werden wohl noch ca. 60.000, die überwiegend aus den Niederlanden kommen. Diesen Korso muss man einfach einmal miterlebt haben.

 

Gut vorbereitet und von Holger Lenz begleitet - er präsentierte die Fotos und Videoeinspielungen - erzählte Bernd Walbrück von Dahlien im Allgemeinen und von „seinen“ Dahlien.

 

Sein Vortrag begann mit dem Vertrautmachen zur ehemals exotischen Pflanze: Wo kommt sie her, wie sieht sie in Urform aus, wer und wann brachte man sie nach Europa und dann später in unsere Gärten.

 

Die Dahlien wurden schnell in zahllosen hybriden Zuchtformen beliebt - als Zierpflanzen mit großen, dekorativen Blütenständen in vielen Farben und Farbkombinationen - außer blau!

Die Zahl der Sorten geht nun in die Tausende. In Europa blühen sie vom Sommer bis in den Herbst, sind aber nicht winterhart, sodass die Knollen geschützt, z.B. im Haus überwintert werden müssen.

 

Dahlien brauchen einen freien und sonnigen Standort, der nicht vor Hecken oder unter Bäumen liegen sollte. Der Boden sollte locker und durchlässig sein, da Dahlien keine Staunässe vertragen Kompost oder abgelagerter Mist kann im Spätherbst locker eingearbeitet werden - und auf Kompost legt Bernd Walbrück sehr großen Wert. Ausgereifter Kompost ist ein vollwertiger Dünger, der neben dem Stickstoff den Pflanzen alle notwendigen Mineralien zur Verfügung stellt und so eine Düngung mit chemischen Düngemitteln überflüssig macht.

 

Wichtig war ihm dann zu erzählen, dass durch seinen unermütlichen Einsatz für die Dahlien, für Erpel und den Blumenkorso viele Kontakte in der Fachwelt entstanden. Dadurch wurde ihm und „seiner“ Gemeinde  eine besondere Ehre zuteil. Durch Vermittlung des Präsidenten der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- Gladiolen- Gesellschaft e. V., konnte der österreichische Züchter Peter Haslhofer dafür gewonnen werden, Bernd Walbrück die Namensgebung einer Neuzüchtung zu überlassen.

 

Im September 2014 war es dann soweit. Bernd Walbrück durfte die Dahlie bei einem Festakt in Erpel präsentieren und auf den Namen „Herrlichkeit Erpel“ taufen. Hierbei handelt es sich um eine hellgelbe Semi-Kaktus-Dahlie mit hellroten Spitzen Sie ist von kräftigem, geraden Wuchs und erreicht eine Höhe von 120 cm und eignet sie sich hervorragend für Sträuße und Gestecke.

 

Die Überraschung des Abends war wohl, dass durch einen Irrtum bedingt, eine zweite Dahlie aus dem Zuchtergebnis zur Verfügung stand und ebenfalls den Erpelern überlassen wurde.

 

Das „Taufkind“ erhielt den Namen „Erpeler Ley“. „Die Farbenpracht der Dahlie erinnert an einen Sonnenuntergang über der Erpeler Ley.“ so erzählte Walbrück weiter in seinem Vortrag „und ich werde beide weiter vermehren, damit die Erpeler und die Blumenfreunde und -freundinnen der Nachbargemeinden sie in kommenden Jahren in den eigenen Garten pflanzen können“.

 

Somit war der dritte Teil des Abends eröffnet, denn es galt ja noch die Tipps und Tricks zu verraten.

 

Dass Kompost ein guter Dünger ist, war ja schon angerissen worden, kriegte aber jetzt noch einmal einen besonderen Stellenwert. Stickstoff und Mineralien lassen sich auch anders in den Boden einarbeiten, aber „Wer hat, der sollte ...“.

 

Schnecken sind auch so ein Thema. Hier erzählte Bernd Walbrück von seinen Erfolgen mit Nematoden, einem Fadenwurm, der zur Bekämpfung von zahlreichen Schneckenarten eingesetzt und z.B. unter dem Namen „Nemaslug“ kommerziell angeboten wird. Allerdings ist ihre Wirkung bei der Spanischen Wegschnecke nur mäßig. Alternativ wirkt das blaue Schneckenkorn  recht erfolgreich. Wichtig ist, dass die Umgebung der Dahlienbeete sauber gehalten wird - ohne Rasenschnitt, Unrat oder Unkrauthaufen, damit die Schnecken keinen Unterschlupf finden.

 

Walbrück fasste zusammen: „Vorbeugen ist besser als Heilen. Sorgen Sie für optimale Dahlien-Bedingungen. Sonniger Standort. Lockerer, humushaltiger Boden. Ordentliche Ernährung durch Dünger (besonders Kompost). Ausreichende Bewässerung. Ideale Pflanzungs-Weiten (30 cm bei niedrigen Sorten; bis 80 cm für hohe, breitwachsende Dahlien). Verzicht auf sogenannte „chemische Keulen“ .... dann haben Sie viel, viel Freude mit Dahlien“.

 


07.02.2017 - Jahreshauptversammlung

 

Wieder mehr Mitglieder beim Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach

 

Rappelvoll war der Saal des Hotel AdSion. Der Vorstand der Obst- und Gartenfreunde Rheinbreitbach hatte seine Mitglieder zur 2017er Jahreshauptversammlung eingeladen. 

Die 1. Vorsitzende hieß alle willkommen, ganz besonders die neuen Gäste, also die neuen Mitglieder, die sogenannten Neuzugänge. Und „Wachstum“ weiß ein Vorstand zu schätzen, es muss wohl ein Lob für den Verein sein.

 

Nach einem ehrenden Gedenken für die verstorbenen Vereinsmitglieder wurde das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung vorgetragen. Hier ließ die Schriftführerin als Jahresbericht die vielen Aktivitäten des Vorjahres Revue passieren.

 

Anschließend gab es den Kassenbericht mit den Angaben der Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres, der dann als einwandfreie Kassenführung durch eine gründliche Prüfung bestätigt wurde. Der ehemalige 1. Vorsitzende des OGV trug der Versammlung die Ergebnisse vor und aufgrund dieser Berichte entlastete man den Vorstand einstimmig und mit anhaltendem Applaus. Applaus auch dafür, dass durch die solide Kassenlage der Jahresbeitrag nicht erhöht werden muss.

 

Man warf dann einen Blick auf das bevorstehende Jahr, in dem wieder einige tolle Ereignisse anstehen. Angefangen mit der Teilnahme im Rheinbreitbacher Karnevalszug. Hier arbeiten bereits fleißige Köpfe und Hände am Kostüm von „Gänseblümchen“ - das Modellstück wurde den (neugierigen) Mitgliedern vorgestellt.

 

Das Super-Highlight wird aber für die Obst- und Gartenfreunde die Fahrt nach Holland werden. Hier hat sich der Vorstand ganz besonders viel Mühe gemacht und ein 4-tägiges Programm zum 110-jährigen Bestehen des Vereins vorgestellt: Keukenhof, Amsterdam, Delft, Rotterdam. Hierzu ist natürlich eine rechtzeitige Anmeldung erwünscht. Weitere Programmpunkte lassen sich im Internet nachlesen.

 

Zum Abschluss des gelungenen Abends präsentierte ein Mitglied des Vereins einige Eindrücke per Dia-Show von der Tour nach Arcen des vergangenen Jahres.

Nun freuen sich alle auf das angekündigte Programm für das anstehende Jahr 2017.

 

(Dieter Maus)


 

06.12.2016

 

Weihnachtliche Gestecke und „Weckmänner“ 

 

Der Saal zur letzten Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach e.V. im Jahr 2016 war wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

„Denn dann kommt der Nikolaus.“

 

Aber vorher gab es den weihnachtlichen Vortrag mit praktischen Beispielen, der natürlich schon zu Jahresbeginn feststand: „Florale und weihnachtliche Gestecke“ mit Dagmar Gombert aus Dattenberg. Sie ist freiberufliche Floristin und arbeitet in der Regel auftragsbezogen für verschiedene Anlässe von Personen, Firmen und Veranstaltungen.

 

Für diesen Abend stand natürlich die Weihnachtsdeko im Vordergrund, wohlwissentlich, dass die Mitglieder des OGV nicht nur interessante Hinweise zum Kauf, sondern auch Anregungen zum Selbstgestalten erhalten sollen.

 

So wurden Äste des Hartriegels - sicher kann man hier variieren - zusammen mit dekorativen Amaryllis in Steckmoos gedrückt; die Schale für das Arrangement war in diesem Fall ein schmucker Blechkübel.

Als nächstes zeigte sie eine Schale aus Rindenstücken der Vanillepflanze, die man selbst mit der Heißklebepistole zusammenfügt. Lichterketten und Nadeln des Kieferbaumes, Aludrähte und Glitzerkugeln.

Alles diente für ein Zusammenspiel aus Material und Phantasie. Selbst Nägel, die vorher in eine runde Spanplatte gehämmert wurden kamen zum Zug, also ein kleiner Hinweis, dass auch die männlichen Akteure auf Ihre „Bastelkosten“ für den Weihnachtsschmuck kommen können.

 

Jeder Vorschlag, der interessiert auch mit Zwischenfragen über Kosten und Bezugsquellen begleitet wurde, belohnte man mit reichlich Applaus. Die Exponate durften abschließend  von Nahem betrachtet, aber auch zu moderaten Preisen gekauft werden.

 

Dann kam der Nikolaus.

 

Er muss schon ein bisschen „echt“ sein, denn sein Gesicht, seine Mimik, seine gewandten Worte in Reimform waren allen Mitgliedern bekannt. Also kein angeheuerter Student, kein Halbprofi aus einem Vermittlungsbüro. Nein, es musste der Nikolaus sein, denn immerhin trug er auch ein sehr, sehr altes „Kostüm“.

 

Wichtig war für ihn, und für diese Veranstaltung, noch einmal in Erinnerung zu rufen, was denn der Obst- und Gartenbauverein in diesem Jahr gemacht und erlebt hat:

 

Einige auf das Jahr verteilte Wanderungen mit unterschiedlichster Couleur, der Karnevalsumzug mit dem Marienkäfer-Motto, den Frühjahrsschnitt im Garten eines Mitgliedes, die Pflanzentauschbörse und dem nachfolgenden Vortrag über die „Alternativen zu Steinen im Vorgarten“. Es gab den Vortrag über den Pflanzenschutz im Ökogarten, eine Baumbegehung durch Rheinbreitbach, und im Juni reiste man mit dem Bus nach Holland zu den Gärten in Arcen. Weitere Ereignisse waren der traditionelle Grillabend im Burghotel AdSion. Es folgten dann die geführte Wanderung durch die „Komper Heide“, der ungewöhnliche Vortrag „Pilze in Wort & Wald“ und selbstverständlich wieder das Erntedankfest im Bürgersaal mit der Ernennung der Erntekönigin.

Blieben nur noch der Herbstschnitt, der Vortrag über die Wildbienen und dann kam auch schon wieder der Nikolaus...

 

Er machte eine sehr zufriedene Miene. Es gab keine Tadel, eher ein Lob und so verteilte er nicht nur das neue Jahresprogramm, sondern auch noch seine Weckmänner (ohne Pfeifchen). Man freut sich also wieder auf das kommende Jahr. 

 

Doch vorher heißt es:

 

„Frohe Weihnacht - alle zusammen“.

 

(Dieter Maus)


 

  Dienstag, 08.11.2016, 20:00 Uhr 

 

 Vortrag von Manfred Uhte, über Wildbienen

 

 

Wildbienen sind nicht wild ...

 

Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach kann sich stolz schätzen, dass er in seinen eigenen Reihen einen Imker, einen lang erfahrenen Hobby-Imker aus Leidenschaft hat. 

 

Er hegt und pflegt nicht nur seine Bienenvölker, macht einen exzellenten Honig aus deren Produktion, nein, er kann auch viel darüber erzählen.

 

So trafen sich zum monatlichen Vortragsabend wieder zahlreiche Mitglieder des Vereins und lauschten jetzt seinen Worten. Immerhin weiß der Obst- und Gartenbauer, wie wichtig die Bienen für uns alle sind, denn ohne Bienen gäbe es keine Bestäubung, gäbe es keinen Ertrag. Man kann sich nicht ausmalen, welch fatalen Auswirkungen das auf die gesamte Menschheit hätte.

 

Bleiben wir aber in Rheinbreitbach. Manfred Uthe, der mit seiner Frau Dagmar schon seit vielen Jahren 24 Bienenvölker „betreut“, wollte diesesmal über die anderen Bienen sprechen. Sie sind genauso wertvoll für unser Ökosystem, doch viel unbekannter, als gedacht: Die Wildbienen.

 

Diese Bienen leben solitär, will heißen, dass sie einzeln ihr Dasein fristen, und dem Imker keinen Honig liefern. Trotzdem sind sie für die Bestäubung genauso wichtig, wie die üblichen Bienen, die bekanntlich in einem Volk zusammen leben.

Wildbienen sind von sich aus nicht angriffslustig, die kleinen Bienenarten können die menschliche Haut mit ihrem Stachel gar nicht durchdringen.

 

Die Wildbiene lebt da, wo sie einen passenden Unterschlupf findet. Ganz nach ihrer Größe und dem örtlichem Angebot. Im Boden, also Lehm oder Sand, Löcher und kleine Nischen im Mauerwerk, in Bäumen und, ja in den Insektenhotels.

 

Die sind ganz einfach herzustellen. Strohhalme, gebohrte Bretter, Hohlblocksteine mit kleinen Öffnungen oder gar Wellpappe bieten den Wildbienen, aber auch anderen Insekten eine Unterkunft. Alle Öffnungen, die klein und glatt zu einem Bienen- oder Insektenheim verlocken, werden von den Tierchen angenommen. Hier wird denn auch die Brut untergebracht und wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird die Wildbiene auch ihren Beitrag dazu leisten, dass es wieder Äpfel, Birnen und andere Obstsorten zu essen gibt.

 

(Dieter Maus)

 


Sonntag 23.10.2016

 

Wanderung und anschließendes Uhles-Essen im AdSion

 

Auf dem Bild sehen wir die Teilnehmer der "großen" Wanderung beim Fototermin. 

 


01.10.2016

 

Erntedankfest des OGV

 

in der Hans-Dahmen-Halle in Rheinbreitbach

 

Wie es war? 

 

Lasst Bilder sprechen


Dienstag 06.09.2016

Vortrag 

von 

Dr. Lutz Neitzert

mit dem Thema

 

"Pilze in Wort & Wald"

 

 

Überall Pilze - nicht nur im Kochtopf

 

Ein Gast des Vortrags brachte gleich einen Pilz mit. Einen Schwefelporling, wie man später erfuhr. Ein Pilz erster Güte, wenn er denn jung und frisch abgeschnitten wird und möglichst an einem Obstbaum gewachsen ist. Dieser war nun leider schon etwas zu alt und landete zu den andern Schauexemplaren, die der Experte zur Demonstration mitgebracht hatte. Zusammengeknuddelt in Zeitungspapier wurde er zum Abschluß des Vortrags gemeinsam mit den anderen auf den Kompost gebracht.

 

Nun aber der Reihe nach: Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach hatte Dr. Lutz Neitzert zum Vortrag mit dem Thema „Pilze in Wort und Wald“ geladen.

 

Ok, man weiß, dass Pilze einen breiten Raum in unserer Umgebung einnehmen und auch, dass es sich nicht um Pflanzen handelt. Aber was macht den Pilz sonst noch aus? Schimmelpilz, Nagelpilz, Speisepilz, Giftpilz. Ein interessantes Thema, wie man sich denken kann. Viele Besucher des Vortrags hatten natürlich gemeint und gehofft, dass nun über die typischen Merkmale des Pfifferlings gesprochen wird oder Tricks erfahren, wo die besten Steinpilze wachsen. Außerdem Zubereitungstipps für geschmorte Krause Glucke, Hinweise zum Trocknen der gefundenen Pilzexemplare, wer oder was giftig ist oder gar raffinierte Rezepte für den Fichten-Reizker erfährt.

 

Stattdessen eröffnete der Pilzexperte den Wort- und Lichtbildvortrag mit einem Lied von Ulrich Roski aus den 80ern. Er besingt den „Ruppigen Stiesel, den Scheuen Kalmück, den Nonnenschwengel und den Sämigen Lück“ - alles Phantasienamen. Der Vortrag sollte also nicht „bierernst“ genommen werden und so war denn auch das erste Bild eine Abbildung des Tintenfischpilz.

 

Die OGV-Vorsitzende unterstützte den Vortrag und peu à peu klickte sie sich durch die imposanten Abbildungen der ungewöhnlichen Pilze und deren Eigenschaften. Der Schleimpilz bewegt sich sogar. Japanische Forscher haben dies herausgefunden - phantastisch. Der Archäologe Carter starb kurz nach dem Öffnen des Grabes von Tutanchamon. Er atmete die Luft mit Schimmelpilzen ein, die über tausend Jahre im Versunkenen schwebten - der Fluch des Pharao.

 

Und was schleppte Ötzi mit sich rum? Natürlich Fußpilz und in seinem Gepäck hatte er ein Stück Zunder - ein Baumpilz.

 

Und wie groß mag nun der größte Pilz unseres Planeten sein? Rund 880 ha. Natürlich ist hier nicht die Kappe, also der Fruchtkörper des Speisepilzes gemeint, sondern seine Ausdehnung unter der Erde.

 

Das waren Neuigkeiten. Nicht unheimliche, aber nachdenkliche und interessante. Aber die Sympathie gehört nach wie vor unserem Speisepilz, denn bald ist es wieder soweit: Steinpilze auf Spaghetti, Morcheln in Rahmsoße, Maronen- und Birkenpilze mit Omelett. Mmmh, lecker.

 



Sonntag, 21.08.2016

 

Natur - pur.

 

Führung durch die Komper Heide

 

Eingeladen hatte der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach den ersten Vorsitzendenden des Arbeitskreises für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (Anual) Robert Klein. Der Wunsch war ein Besuch durch das einzigartige Naturschutzgebiet und hierzu sollte er die interessierte Gruppe des Vereins fachmännisch begleiten.

 

Hierfür traf man sich im Zentrum von Rheinbreitbach, sommerlich angezogen, doch sicherheitshalber mit Regenzeug im Rucksack ausstaffiert. „Stellenweise Regen“ oder „wechselhaft bewölkt“ heißen doch die Standards des Wetterberichtes und darauf weiß sich der erfahrene Gartenbaufreund einzustellen.

 

Die Fahrgemeinschaften waren schnell gefunden und so erreichten ca. 25 Personen den vereinbarten Ort.

 

Herr Klein demonstrierte an der ersten Schautafel, was denn die Komper Heide im besonderen darstellt. Vor ca. 25 Jahren war dieses Gebiet eine alte Kulturlandschaft und verwaldete zunehmend. Seit den Rodungen sind viele Pflanzen und Tiere wieder zurückgekehrt, die sogar als bedroht gelten. Zum Beispiel der Schwarzstorch, der Lungenenzian und die Glocken- und Besenheide.

 

„Stellenweise Regen“ machte sich dann bemerkbar und es schüttete reichlich Wasser vom Himmel. Regenschirme und Plastikumhänge waren die geeigneten Mittel um Herrn Klein querfeldein zu anderen Flächen zu folgen. So erzählte er dann, dass in dem Gebiet alleine 12 von etwa 30 in Deutschland existierenden Torfmoosarten wachsen und bisher circa 80 verschiedene Falterarten auf der Besenheide nachgewiesen wurden. Und da die Samen der Heidepflanzen sich im Boden über sehr lange Zeit halten können, entsteht wieder neue Heidelandschaft. Hierzu wird zuvor der Rohboden abgetragen, teilweise in mühevoller Handarbeit, und stellenweise beigesäht.

 

„Hier ist die Welt wieder in Ordnung“, sagte ein Obst- und Gartenfreund, aber es bedarf wirklich viel Mühe und Engagement. Herr Klein erklärte, dass sich das „neue“ Naturgebiet weiterhin positiv entwickelt und an eine dauerhafte Beweidung durch Schafe, Ziegen oder Rinder gedacht wird.

 

Das war interessant - ein echtes Naturerlebnis und es liegt nahe, diesen kleinen Rundgang  als Wanderung durch die Komper Heide zu wiederholen.

 


 Samstag, 25.06.2016

Preisschießen der Ortsvereine Rheinbreitbach

 

Am Samstag, dem 25.06.2016 fand um 16.00 Uhr auf dem Renesse-Platz das vom Bürgerverein Rheinbreitbach ausgerichtete Vereinspreisschießen statt.

 

Alle Teilnehmer waren trotz des strömenden Regens und der Tatsache, dass an diesem Sommernachmittag im Getränkeangebot der Glühwein fehlte, guter Laune. 

 

Angeführt vom Vorstand, nahm der Obst- und Gartenbauverein, mit insgesamt sieben Mitgliedern an diesem Wettkampf teil. 

 

Ergebnis?

 

Der OGV gehörte zu den Vereinen, die zwei Vögel von der Stange geholt hatten. Das war den Gewinnern der Plätze 1 bis 3 nicht vergönnt.

 

Der erste Vogel (gelb) "ergab" sich nach dem 16. Schuss. Das rote Vögelchen wurde im Stechen um dem 7. Platz gewonnen. 



18.06.2016

 

Tagesfahrt nach Arcen/Niederlande

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Pünktlich um 07:30 ging es los. Der Gartenbauverein Rheinbreitbach startete mit über 50 Gartenfreunden zu seiner Tagesfahrt nach Arcen/Niederlande.

Dort befindet sich ein Wasserschloss mit großen Gärten und Ländereien, die besichtigt werden wollten.

 

Zuerst hatte es den Anschein, dass die Fahrt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen würde. Kurz nach dem Start fing es nämlich an zu regnen. Man sah sich schon in Arcen auf dem Parkplatz im Bus sitzend, die Getränkevorräte leerend, auf trockenes Wetter warten.

 

Doch als der Fahrer in Arcen den Motor abstellte hörte der Regen auf. Nach einem Rundgang durchs Städtchen und einer „Fotosession“ auf der Rathaustreppe, ging es in die Schlossgärten, wo die Gruppe geteilt und von zwei Führern in Empfang genommen wurde.

Ein über zweistündiger Rundgang durch die Gärten und durch die auf über 30 Hektar liebevoll angelegten Landschaften nahm seinen Anfang. Anschließend wurde sich im Schlossrestaurant gestärkt und wer Lust hatte, konnte noch das zu einem Museum ausgebaute Wasserschloss besichtigen.

 

Gegen 15:30 Uhr, pünktlich zur Abfahrt des Busses, öffnete der Himmel dann wieder seine Schleusen und es regnete in Strömen.

 

Von Arcen ging es nach Köln in die Altstadt zur „Malzmühle . Bei deftigen Gerichten und einem oder mehr Mühlenkölsch ließ man Arcen, die Gärten und den Regen noch einmal Revue passieren, bevor es wieder zurück nach Rheinbreitbach ging.

 

 

Das Fazit der Tour lautete: Die Schlossgärten waren sehenswert. Das Mühlenkölsch schmeckte. Es war ne´ schöne Fahrt. Gerne wieder.  


 

 

Dienstag, 07.06.2016

Baumbegehung in Rheinbreitbach

mit Eduard Richarz und Martina Rohfleisch

 

 

"Nicht einfach „nur“ Bäume

 

Und weil die immer schon da stehen, geht man meistens achtlos daran vorbei. Die Rede ist von Bäumen. Auch von Bäumen, die außergewöhnlich oder zumindest erhaltenswert sind. Zu einem Spaziergang der besonderen Art hatte der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach eingeladen und Eduard Richarz lieferte als Fachkundiger die Idee, einfach mal „nur“ Bäume näher bekannt zu machen. Er hatte wohl vor einiger Zeit für die Jagdgenossenschaft einige Bäume als Prachtexemplare beschrieben und aufgelistet und für diese kenntnisreiche Arbeit, die schon fast als Katasterbeschreibung gewertet werden könnte, eine Spende für den OGV erhalten.

 

Man nennt ihn auch den „Bäumeversteher“, denn Bäume sind sein Hobby und waren jahrzehntelang das A und O seines Berufes. Er war Inhaber eines großen Gartenbaubetriebs und setzte sich in erster Linie mit Obstbäumen auseinander.

 

Zur sogenannten Baumbegehung gesellte sich auch die Historikerin Martina Rohfleisch, die sich mit großer Freude und Hintergrundinformation auf dieses Thema vorbereitet hatte.

 

Am späten Nachmittag machte sich dann die interessierte Gruppe des Vereins von immerhin 26 Personen auf den Weg, um ganz tolle Bäume kennen zu lernen. Dabei waren die Namen bei fast allen recht bekannt - Eiche, Tanne, Lärche, Birnbaum und Kastanie. Aber zu wissen, was sich alles an mysthischen und interessanten Tatsachen dahinter verbirgt, ließ die Gruppe mehr als erstaunen.

 

Warum unsere Buchstaben nach der Buche benannt werden, was der Taxus (Eibe) mit Tax (engl. für Steuern) zu tun hat. Warum die Rosskastanie so heißt und was aus Maronen gewonnen werden kann. Geschichten aus alter und ganz neuer Zeit - einfach toll. Natürlich waren auch der Urwaldmammutbaum, der Ginko und der Maulbeerbaum dabei. Manche erinnerten sich noch, dass sie als Kinder die Blätter von ihm sammelten. Die Raupen kriegten reichlich Futter, damit aus den Kokons die Seide für Fallschirme gesponnen werden konnte.

 

Neueste Forschungen haben ergeben, so berichtete Frau Rohfleisch, dass die Bäume miteinander kommunizieren können. Hier wird also noch so manche Erkenntnis auf dem bisher unerforschten Gebiet für Überraschungen sorgen."

(Dieter Maus)


22.05.2016

Mai-Wanderung durch die Bonner Rheinaue


 

05.04.2016 

 

Pflanzentauschbörse und Vortrag über "Stauden statt Steine" 

 

Bericht von Dieter Maus

 

Wo man sich "grün" ist ...

 

 Obwohl schon zum x-ten mal veranstaltet, so tauschen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach immer noch gerne zum Frühlingsanfang ihre Pflanzen. Dabei geht es nicht immer nur um das Haben neuer Pflanzen - der Austausch von Erfahrungen ist mindestens ebenso wichtig.

 

Pünktlich um 20.00 Uhr eröffnete danach der 2. Vorsitzende Gustl Richarz  vor zahlreich wartenden Besuchern das Symposium mit dem Thema: “Stauden statt Steine”. Hierfür war der Gärtnermeister Josef Welsch aus Unkel geladen.

 

Vorgestellt wurden Gehölze, Stauden und Frühlingsblüher für den Vorgarten. Herr Welsch ist ein absoluter Fachmann, leitet schon in dritter Generation seinen Gartenbaubetrieb und weiß, was sich trendig oder traditionell in den Gärten und Vorgärten tut.

 

Immer mehr entdeckt man augenblicklich eine Gartengestaltung mit Steinen - insbesondere in den Vorgärten. Wenn man das richtig angeht, kann das nicht nur gut aussehen, sondern erspart (vielleicht) auch Gartenarbeit. Und gerade deshalb feiert diese Gartengestaltung seinen momentanen Erfolg.

 

Leider wird aber damit auch reichlich Unsinn betrieben, denn oft sind die Steinschüttungen von Kies, Schotter oder Splitt so dünn aufgetragen, dass hier und da das Erdreich wieder ans Tageslicht kommt und dann machen sich wieder die unliebsamen Unkräuter ans Werk. Oder man entdeckt Teichfolien. Meistens sind sie wasserundurchlässig und der Regen kann nicht ins Erdreich einsickern.

Deshalb konnte der Experte  nach der Einführung in die Welt der Steine wertvolle und ermutigende Tipps und Tricks als Alternativen zu diesen oft tot wirkenden Materialien geben.

 

„Natürlich gibt es auch ausgesprochen attraktive Steingärten oder Kombinationen.“ so seine Ergänzung. „Aber  grüne Inseln rund ums Haus erhöhen auf jeden Fall das Wohlempfinden für Mensch und Tier und der Schmetterling freut sich auch.“ 

 

So wurden Gehölze vorgestellt, die kaum oder gar keinen Schnitt benötigen, aber auch Stauden und Bodendecker. Die unterschiedlichen Lebensbereiche von Pflanzen wurden im Vortrag ebenso berücksichtigt wie die Hinweise zu Schädlingen und Krankheiten. „Es gibt für alle Bedingungen die geeignete Pflanze“, erklärte der Gärtnermeister. „Wichtig sollte nur sein, dass die ausgesuchten Pflanzen genügsam sind, wenig Nährstoff und auch wenig Wasser brauchen.
„Die Gestaltung eines Gartens, auch wenn es „nur“ ein Vorgarten ist, ist immer eine ganz individuelle Sache“, betonte Herr Welsch zum Abschluss des Vortrags. Immerhin kann man den Vorgarten auch als Visitenkarte des Hauses betrachten !?

 


Frühjahrswanderung" 2016 

 

 

Graue Wolken? Gute Laune!

 

Der Blick aus dem Fenster ist oft wichtiger, als nur dem schnellen Wetterbericht seinen Glauben zu schenken. Das weiß nicht nur der Seemann, sondern auch der Wanderer und Gärtner. Und das weiß auch das Mitglied des Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach. Denn zum Palmsonntag war es wieder soweit: Die Ganztagswanderung.

 

Man traf sich auf dem Renesseplatz und schnell war eine Fahrgemeinschaft gebildet um sich dann ab dem Parkplatz am Restaurant „Laubachsmühle“ an der Wied über dem sogenannten  „Fürstensteig“ auf den Weg zu machen.

 

Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Proviant im leichten Rucksack ging es zunächst durch das romantische Örtchen „Altwied“. Über dem Ortskern erblickt man die Ruine der Burg. Der gut geschützten und versteckten  Lage dieser Burg in diesem engen Tal war es seinerzeit zu verdanken, dass der Stammsitz der Grafen nie angegriffen oder sogar eingenommen wurde.

 

Ein historisches Hausschild macht darauf aufmerksam, dass hier vor passender Zeit Wolfgang Amadeus Mozart nicht zu Gast war. Wem das Wörtchen „nicht“ nicht aufgefallen ist, glaubt´s nun aber anders. So bilden sich wohl auch einige Legenden …

 

Weiter führte nun der Weg entlang von alten Streuobstwiesen, knorrigen Bäumen und vielfältigem Unterholz  und bald erreichte man das Gebiet, auf dem früher das Schloss Monrepos der Neuwieder Fürsten stand. Monrepos, das zu deutsch „Meine Ruhe“ bedeutet – wurde damals  weißes Schloss genannt und war wegen seiner leuchtenden Fassade zwischen den Lücken des Waldes weithin gut sichtbar. Im Lauf der Zeit verfiel das schöne Schloss und wurde 1969 mit staatlicher Genehmigung mittels 100 Liter Benzin und 300 Liter Rohöl durch die Freiwillige Feuerwehr Niederbieber niedergelegt - leider. Übrig blieben nur einige Nebengebäude. Ein interessantes Museum, das zur Zeitreise in die Urzeit und ins menschliche Verstehen einlädt, ist hier untergebracht und dürfte nun den einen oder anderen der Wandergruppe zum Wiederkommen animiert haben. Zumal auch gleich nebenan der romantische „Hahnhof“ liegt - die Gastronomie ist in Wanderkreisen legendär. 

 

Über die Höhen von Neuwied folgte man dann den Spuren der Fürsten wieder in Richtung Wiedtal. Bald ging es bergab und die Laubachsmühle rückte wieder ins Blickfeld, wo nun diese sehr abwechslungsreiche Rundtour endete.

 

Das hatte mal wieder gefallen und die Wandergruppe war und ist stolz auf „Ihren“ Wanderführer Adi Berg. Er und seine Frau Elisabeth hatten die Vortour zweimal vorgelaufen, denn es sollten ja möglichst Wege gefunden werden, die auch bei ungünstiger Witterung diese tolle Frühlings-Eröffnungs-Wanderung zulassen.

 

Blieb also nur noch die Belohnung für alle OGV-Wanderer:

 

Die Schlusseinkehr.

 

Der kleine Hunger machte sich bemerkbar und dafür hatten „die Bergs“ vorsorglich in der „Malberg-Hütte“ in Hausen/Wied die passende Anzahl Sitzplätze reserviert. Geschmeckt hat es. Und schön war es allemal, trotz grauer Wolken, aber mit guter Laune.

 

 



 

Frühjahrsschnitt 2016

 

Am 05.03.2016 fand im Garten unseres Mitglieds Ulf Weiss in Bad Honnef, Beueler Kreuz, der Frühjahrsschnitt statt.

 

Er wurde durchgeführt von Arnold Scheidgen, dem Pflanzendoktor aus Neuwied, der dabei wieder einmal den Beweis lieferte, dass er ein absoluter Fachmann ist.

 

Bei der gut besuchten Veranstaltung demonstrierte Herr Scheidgen über 2 Stunden lang den fachgerechten Baumschnitt, gab den Zuschauern gute Ratschläge für den Umgang mit Baum- und Astschere und blieb auf Fragen keine Antwort schuldig. 

 


Dienstag, 01.03.2016

 

 

Arnold Scheidgen, der Pflanzendoktor aus Neuwied gibt den Startschuss für das Gartenjahr 2016

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Vortrag mit „Urknall“

 

 

„Alles begann mit dem Urknall…“ Mit diesen Worten begann der Vortrag des „Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach e.V.“ im Hotel/Restaurant „Ad Sion“. Dazu eingeladen war der Kreisvorsitzende der Neuwieder Gartenbauvereine und bekannte Pflanzendoktor Arnold Scheidgen, den der zweite Vorsitzende des OGV Gustl Richarz herzlich im gut besetzten Saal empfing. Viele Mitglieder des Vereins waren erschienen um sich „Tipps für den richtigen Start ins Gartenjahr“, so das Motto, anzuhören.

 

Zur Einstimmung des Themas hatte Herr Scheidgen einige Exemplare aus der Urzeit mitgebracht: Versteinerte Hölzer und fossile Meerestiere. Exemplare, die er selbst gefunden oder auf  seinen Reisen erworben hatte. Sie dienten zur Überleitung in die heutige, bekannte Tier- und Pflanzenwelt, aber insbesondere zum Verständnis zur Natur und dem Umgang damit.

 

Dann ging es los. Anpflanzen, düngen, pflegen, pikieren, jäten, schneiden, umpflanzen, abdecken, harken und natürlich ernten - selbstverständliche Begriffe für  die Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins.

 

Wie geht man mit Schnecken um, welche Mengen Kompost sollte man aufbringen, was bedeutet Überdüngung, wie erntet man am besten Früchte von Stachelbeersträuchern und ist Säulenobst geschmackvoll? Alles Fragen, die fachlich fundamentiert ihre Antworten fanden. Herr Scheidgen ist zudem bekannt dafür, dass er hier und da seine Ausführungen mit  verschmitzten Bemerkungen verfeinert. Es machte richtig Freude, wie er sein Publikum spannend  bei der Sache hielt.

 

Auch wusste er zu berichten,  wie zum Beispiel das Aufbringen chemischer Substanzen bei Bananen und Soja teilweise schreckliche Ergebnisse für Mensch und Tier hervorbringt und dass Geschmacksverstärker sowie Wachstumsförderer den Verbraucher oft zum Kauf von billigem Obst und Gemüse verführen lässt.

 

Aber was sollte man nun beachten, wenn es jetzt bald in die Gärten geht? Erst den Garten betreten, wenn die Böden trockener sind, also wenn keine Erde an der Schuhsohle kleben bleibt; der Boden verdichtet sich sonst und die kleinen Organismen im Boden nehmen Schaden an. Den im Vorjahr angelegten Kompost kann nun ausgebracht werden. Dafür sollte die Schicht aber bitte nicht dicker sein, als drei Zentimeter - sonst droht Überdüngung. Natürlich sollte hier vorher das Unkraut entfernt werden und hierzu bietet sich, den Rücken schonend, eine kleine Hacke, Pendelhacke oder Ziehhacke mit Stil an. Und dann kann auch schon vorsichtig mit dem ersten Aussäen begonnen werden. „Aber dass kennt Ihr ja alle“, so Arnold Scheidgen. Er weckte so richtig die Vorfreude, wenn es bald wieder im Garten losgeht.

 

Ach ja, nicht vergessen: In den nächsten Tagen findet wieder der für den „Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach“ zu Tradition gewordene Frühjahrsschnitt statt. Hier wird dann auch Herr Scheidgen, zusammen mit dem erfahrenen Obstbauern Max Braubach in einem Garten eines Mitgliedes des OGV den Baumschnitt erklären. 

 

(Dieter Maus)


Sonntag, 07.02.2016

 

Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach e.V. nimmt mit großer Besetzung 

- alle verkleidet als Marienkäfer -

am Karnevalszug in Rheinbreitbach teil.

 

Zuvor trafen sich Vorstand und Mitglieder im Saal der oberen Burg um Karl Josef Stang und seiner Frau Rita zur silbernen Hochzeit zu gratulieren. 

 

 


Jahreshauptversammlung 2016

 

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach fand am 2. Februar im Hotel/Restaurant "Ad Sion" statt.

 

Die 1. Vorsitzende Kartini Klein hieß neben den zahlreichen Mitgliedern auch den Kreisvorsitzenden der Neuwieder Gartenbauvereine und bekannten Pflanzendoktor Arnold Scheidgen willkommen. Nach einem ehrenden Gedenken für die verstorbenen Vereinsmitglieder wurde das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung vorgetragen. Hier ließ die Schriftführerin Gisela Richarz als Jahresbericht die vielen Aktivitäten des Vorjahres Revue passieren.

 

Anschließend gab es den Kassenbericht, verantwortet und vorgetragen durch Gaby Adenauer; sie listete die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres auf. Frau Gertrud Hahn bestätigte eine einwandfreie Kassenführung, die selbstverständlich der gründlichen Prüfung stand gehalten hat. Max Braubach trug der Versammlung die Ergebnisse vor und aufgrund dieser Berichte entlastete man die Vorstandschaft einstimmig und mit anerkennendem Applaus.

 

Man warf dann einen Blick auf das bevorstehende Jahr, in dem wieder einige tolle Ereignisse anstehen. Angefangen mit der Teilnahme im Rheinbreitbacher Karnevalszug. Hier haben fleißige Köpfe und Hände am Kostüm von Marienkäfern gearbeitet - 45 Personen machen im Zug mit. Weitere Highlights und Aktivitäten: Fahrt nach Arcen bei Venlo im Juni, Möglichkeit zur Teilnahme an einer WDR-Aktion zum Thema Kleingärtner, Goldener Schnitt eines Gartens in Bad Honnef. Außerdem wurde beschlossen, dass die Pflanzentauschbörse vorerst bestehen bleibt.

 

Zum Abschluss des gelungenen Abends präsentierte Kartini Klein per Dia-Show Eindrücke der letzten Jahre von gemeinsamen Ausflügen, Besichtigungen, Wanderungen und dazu noch einen Vorgeschmack auf die anstehende Fahrt nach Arcen.

 

Nun freuen sich alle auf das angekündigte Programm für das anstehende Jahr 2016.


10.01.2016

 

Die erste Veranstaltung im Neuen Jahr 2016 des Obst- und Gartenbauvereins, Rheinbreitbach fand am Sonntag, den 10.01.2016 statt. Angesagt war durch unsere Wanderführer Elisabeth und Adi Berg eine “Winterwanderung”  - es war aber eher eine Frühjahrswanderung.

Froh gelaunt starteten 40 Mitglieder des OGV um 13 Uhr in Rheinbreitbach am Renesse-Platz. Man wanderte den Hahnhof-Weg rauf bis zum Plateau Hahnhof in Bruchhausen. In der kath.Kirche in Bruchhausen wurde die herrliche Krippe bewundert.

Weiter ging es dann über die Felder nach Orsberg.Die Teilnehmer hatten manche interessante Gesprächs-Themen – natürlich den Garten betreffend.

Richtung Erpeler Ley wurde dann durch den Wald nach Orsberg abgebogen. Von dort führte die Wanderung über den Stux mit herrlicher Weitsicht zum Rhein. Der Abstieg führte dann steil hinab bis zum Stuxhof in Unkel. Die Schlußeinkehr fand in der Gaststätte Scheurener Hof statt, wo noch viel gelacht und geschwaad wurde. Alle waren sich einig – es war wiedereinmal herrlich . Danke an die Berg´s!                                      

 


01.12.2015


Voller Saal im Burghotel Ad Sion 

 

Zunächst lädt Jochen Becker, der Inhaber des Weinguts Müller-Dr. Becker aus dem rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim, zur Verkostung seiner Weine ein.

Sodann lässt August Richarz - als Nikolaus - die Aktivitäten des OGV im Jahr 2015 - in der von ihm gewohnten Bestform - Revue passieren.   



25.10.2015 

Auf dem Weg zum Uhlesessen im Burghotel Ad Sion 

Rast am Auge Gottes und 

Verkostung von Hochprozentigem

Goldener Herbstschnitt 2015 

im Garten von Peter-Josef Euskirchen


Erntedankfest 2015 

Verleihung "Goldener Spaten" - Bericht aus Generalanzeiger vom 05.10.2015


Karneval feiern mit dem Obst- und Gartenbauverein 


Wandern mit dem Obst- und Gartenbauverein